• Mehrwert im Fremdsprachen-Unterricht

    Projektleitung: Michael Beusch und Francesco Serratore
    Institution: KS Rychenberg
    Kontakt: michael.beusch@krw.ch

    Mehrwert im Fremdsprachunterricht dank Interaktion mit Teams/OneNote

    Beschreibung

    Seit bald 20 Jahren lasse ich 'meine' SchülerInnen (SuS) intensiv mit digitalen Medien arbeiten – früher auf diversen andern Online-Plattformen (insbesondere educanet2), seit Januar 2019 auf Office 365, insbesondere Teams und One­Note Class Notebook, das ästhetisch deutlich ansprechender ist und auch einfacher zu bedienen für Nicht-ICT-Affine.

    Ich 'präsentierte' diese Arbeit an diversen Workshops, z.B. am ife der ETH/UZH oder an diversen Mittelschulen zwischen Solothurn und St. Gallen sowie am Barcamp des DLH vom Nov. 2020.

    Im Frühlingssemester 2021 werden Hansjürg Perino (Fachdidaktiker UZH) und ich einen weiteren zweiteiligen Workshop zu "Englisch mit BYOD" am ife geben, an dem wir all unser Material vor- und den TeilnehmerInnen zur Verfügung stellen:

    https://www.weiterbildung.uzh.ch/programme/wbmat_detail2019.php?angebnr=1620

     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Wenn SuS während des Unterrichts (aktiv) zuhören, finden wir das natürlich gut – aber noch besser, wenn sie selbst tätig werden, für sich und andere schreiben usw., digitale Produkte erstellen, usw.

    Wirkung

    • SuS können Hörverständnis-'Übungen' selbst steuern (problemlos kurz zurück'spulen' usw.), z.B. beim Arbeiten mit Podcasts und MOOCs
    • SuS sind (hoffentlich) motivierter und geben sich mehr Mühe beim Schreiben usw., wenn sie das auch für andere SuS tun und ein 'Produkt erstellen', z.B. bei Interpretationen und Kommentaren zu literarischen Texten, der gemeinsamen Vorbereitungsarbeit von Präsentationen, usw.
    • sowohl SuS als auch LuL können auch die Schreibprozesse(bis zu einem gewissen Grad) verfolgen und im Nachhinein jederzeit nachvollziehen
    • den SuS steht alles immer und überall zur Verfügung– auch kurz vor der Prüfung bzw. (Jahre später) vor der Matur
    • Bewertungskriterien können SuS u.a. dankrubric gridsinTeamsmit kleinem Aufwand vor Arbeits- beginn transparent gemacht werden
    • die LuL können effizienter korrigieren (u.a. dank derassignment-Funktion inTeams) und kommen- tieren – und ausserdem stehen diese Kommentarealleninteressierten SuS jederzeit zur Verfügung, d.h. es ist für LuL auch befriedigender, Kommentare zu verfassen
    • andere LuL können problemlos ganze Projekte kopieren und entweder mit sehr kleinem Aufwand mit eigenen Klassen 1:1 verwenden oder, mit deutlich kleinerem Aufwand als die 'Autoren', für eigene Klassen adaptieren
    • die Privatsphäre der einzelnen SuS gegenüber andern SuS ist gewahrt (jede/r S hat einen 'Bereich', den nur er/sie bzw. die L sieht)
    • 100%ig datenschutzkonform gemäss sowohl eidg. wie kantonalem Datenschützer (gilt für die meis- ten andern Clouds etc. nicht)
     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Der Einsatz von Teams und OneNote im Fremdsprachenunterricht ermöglicht Unterrichtsszenarien, welche so vorher nicht möglich waren, ist im SAMR-Modell also bei "Redefinition" einzuordnen.

     

  • AMOЯ: Ein digitales Lehrmittel für Latein auf der Unterstufe

    Projektleitung: Beatrice Gerber (KSK); Dirk Scharrer (RG) und Islème Sassi (RG)
    Institution: Schule Realgymnasium Rämibühl, Kantonsschule Küsnacht, Kantonsschule Zimmerberg
    Kontakt: isleme.sassi@uzh.ch

    Beschreibung

    Das neue Latein-Lehrmittel AMOЯ soll vollständig digitalisiert werden. Der Antrag betrifft diese Digitalisierung und nicht die Konzipierung des Lehrmittels an sich.

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Als erstes Lateinlehrmittel überhaupt soll AMOЯ vollständig digital vorliegen. Eine Buchpublikation ist nicht geplant. Alle Elemente des Lehrmittels (Grammatik, Wortschatz, Lesetext, Übungen) werden so aufbereitet, dass sich die Vorteile der Digitalisierung nutzen lassen:

    • Der Wortschatz lässt sich über ein digitales Abfragetool lernen. Mit Filterfunktionen können Schwerpunkte gesetzt werden (nur Verben, nur Substantive der 3. Deklination, die letzten drei Lektionen etc.).

    • Der Lesetext lässt sich in mehreren Schwierigkeitsstufen abrufen (Binnendifferenzierung). Die Grundform von flektierten Wörtern kann angezeigt werden, und jedes Wort ist mit dem Wortschatz verknüpft.

    • Die Lösungen zu den Übungen können mit einem Klick kontrolliert werden.

    • Die Grammatik jeder Lektion ist mit der bereits gelernten verlinkt; frühere Themen, die die Grundlage für das aktuelle Thema sind, lassen sich einfach aufrufen.

    • Eine Verknüpfung mit dem HSGYM-geförderten Projekt Asterisk* ist geplant.

    Wirkung

    Der Nutzen, den die Digitalisierung des Lehrmittels den Schüler*innen bietet, wurde bereits oben umrissen. Zusätzlich bilden alle Lehrpersonen, die mit AMOЯ arbeiten, eine digitale Community, in der Übungsmaterial und Unterrichtsideen leicht ausgetauscht werden können. Auch AMOЯ selbst ist dynamisch: Rückmeldungen der Lehrpersonen können einfach aufgenommen werden, mit der Zeit können sogar verschiedene Versionen einzelner Elemente entstehen.

    Wir versprechen uns ausserdem eine entscheidende Attraktivitätssteigerung für das Fach Latein:

    • Durch die intuitiven Bedienungsmöglichkeiten des Wortschatzes und der Grammatik wird die Sprache leichter erlernt und geübt.

    • Durch die binnendifferenzierte Aufbereitung der Lesetexte sind für alle Niveaus innerhalb einer Klasse Erfolgserlebnisse möglich.

    • Durch die Anbindung an Asterisk* wird der Wortschatz nachhaltiger gelernt und sinnvoll mit den romanischen Sprachen, mit Englisch und Deutsch verknüpft.

    • Die dynamische Struktur erlaubt eine stete Weiterentwicklung und Erweiterung. Wir hoffen, dass viele Zürcher Kantonsschulen in den kommenden Jahren auf AMOЯ umsteigen; es wurde auch bereits Interesse aus anderen Kantonen signalisiert.

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Gerade auch mit der geplanten Anbindung an Asterisk bewegt sich das Projekt AMOR gemäss SAMR-Modell im Bereich "Redefinition".

     
  • Bob, the Carbot (der EBA-Roboter)

    Projektleitung: Ursula Bosshardt (ursula.bosshardt@bbw.ch), Stefan Jezler (stefan.jezler@bbw.zh.ch) und Christof Glaus (christof.glaus@bbw.ch)
    Institution: Berufsbildungsschule Winterthur
    Kontakt: ursula.bosshardt@bbw.ch

    Motto: Mein Chatbot für deine Werkstatt!

    Beschreibung

    Die Automobilbranche steht in einem grossen Umbruch. Sie ist mitten in der digitalen Transformation angelangt. Wir als Berufskundelehrpersonen der Fachgruppe Auto erfahren das an unterschiedlichen Orten in unserem Schulalltag. BYOD ist eingeführt, die Bildungsverordnung ist den Herausforderungen der Zukunft angepasst.
    Auf der anderen Seite haben wir Lernende in unterschiedlichen Ausbildungsniveaus und unterschiedlichem Bildungshintergrund. Sie stehen der traditionellen Technik des Automobils sehr nahe, sind aber der digitalen Technik oft noch fern. Das stellt man besonders bei den Lernenden der zweijährigen Grundbildung fest.
    Das Ziel dieses Projektes ist es, mit der Entwicklung und Erstellung von Chatbots bei den Lernenden Freude in der Arbeit mit der digitalen Technik erzeugen zu können, gleichzeitig bilden die Lernenden mit selbsterstellten Chatbots eigene Lernprozesse ab, die wiederum anderen Lernenden dazu dienen können Lernprozesse angeleitet durchlaufen zu können.
    Jede/r Lernende entwickelt einen Chatbot (z.B. mit Hilfe von Landbot.io), welcher in der Arbeitswelt als Hilfestellung für andere Lernende eingesetzt werden könnte.

    Motto: Mein Chatbot für deine Werkstatt.

    Zusätzlich werden digitale Lernräume (in einem LMS) entwickelt, in den die Lernenden sich selbstorganisiert die Grundlagen der Chatbots aneignen. Dazu gehört der Blick auf konkrete Chatbot-Anwendungen im eigenen Berufsumfeld, aber auch die Befähigung, Chatbots im eigenen Alltag anwenden zu können. Grundmotivation: EBA-Lernende im Umgang mit der digitalen Transformation schulen.

    Innovationspotenzial

    Chatbots sind im Unterricht eine Randerscheinung. Sie werden aber in der Privatwirtschaft bereits häufig eingesetzt. Sie stehen für eine Form des adaptiven Lernens auf der Grundlage des Analytic Learning. Chatbots enthalten Social Media Elemente, die den Lernenden bekannt sind und die hier vielfältig eingesetzt werden können, auch in einem eher formellen Kontext (Emoji, Gif, Meme, etc.). Die Chatbots basieren oft auf dem Prinzip von Trial and Error. Beim Erstellen des Chatbots ist ein leitender Gedanke/eine leitende Frage, wo bei einem Ablauf Fehlerquellen bestehen können und wie diese Fehler durch den Chatbot korrigiert werden. Erstellen Lernende einen Chatbot, erstellen sie gleichzeitig eine Lernsequenz, in der sie nicht nur Fehlerquellen mitdenken müssen, sondern auch alternative Abläufe/Vorgehensweisen.

    Innovativ ist an diesem Projekt:

    • Lernen durch die Entwicklung von Chatbots (Kombination von Programmieren und Lernpfadentwicklung).

    Adaptives Lernen mit Analytic Learning.

    • Einsatz von Sprachmitteln der Jugend im Lernprozess (Emoji, Gif, Kurzvideos, etc.)
    • Chatbots fürs Lernen und Arbeiten gegenseitig erstellen und anwenden (kollaborativ)
    • Die digitale Transformation im eigenen Umfeld erleben.

     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Die Lernenden sollen mit Freude und Spass ein digitales Tool kennenlernen. Mit Hilfe dieses Tools lernen sie Abläufe im Lernen und Arbeiten möglichst einfach darzustellen, um Mitlernenden nützliche Hilfestellungen anzubieten (Stichworte: Einsatz neuer Technologien im Unterricht, Kollaborativ mit Lernprodukten arbeiten). Die Lernenden können mit kommunikativen Elementen des eigenen Kommunikationskontextes arbeiten.

    Die Inhalte der Chatbots werden thematisch im Berufskundeunterricht bestimmt und entworfen. Im Allgemeinbildungsunterricht wird am Inhalt der Chatbots sprachlich gearbeitet und als Teil der VA - in der Form eines Portfolios - verwendet und reflektiert.

    Didaktisch-methodische Pfeiler sind:

    • Selbstständiges Lernen in der Entwicklung von Chatbots
    • Kollaborative erarbeitete Produkte für den geteilten Einsatz
    • KI als thematischer Hintergrund
    • Direktes Erleben digitaler Transformation
    • Den aktuellen Einsatz von Chatbots kennen und durchführen
    • Integration in die VA als Teil eines Portfolios

    Wirkung

    Die Lernenden lernen aktuelle digitale Hilfsmittel der eigenen Arbeitswelt und des persönlichen Umfeldes kennen und zu bedienen. Sie setzen Chatbots für das Erfassen eines Lernprozesses ein und ermöglichen den Anwendern des eigenen Chatbots einen Prozess schneller durchlaufen und verstehen zu können. Die Chatbots können direkt in den Arbeitsalltag integriert werden (Arbeitsprozesse im Lehrbetrieb durch Chatbots begleiten lassen, Chatbots für Kunden einrichten, etc.) Die Lehrpersonen lernen ein Tool kennen, mit dem sie niederschwellig Formen des adaptiven Lernens und des Analytic Learning durchführen können.

     

    Modell

    Ordnet man das Projekt ins TPACK-Modell ein, so beinhaltet es alle drei darin enthaltenen Aspekte: Die inhaltliche Seite in Form des realen Bezugs mit ihrer Arbeitswelt, also dem Erstellen eines Chatbots für eine Werktstatt, dem technologischen Bereich, indem sie einen Chatbot selber programmieren für ihr Projekt und sich auch mit dem damit verbundenen Thema der KI befassen und pädagogisch, indem sie sowohl in Form von Einzel- als auch in Gruppenarbeit und im Austausch zusammenarbeiten, was so ja auch in der Berufswelt von ihnen verlangt wird

     

    Und sonst?

    Direkter Link zum Info-Chatbot (aufs Bild klicken)::

      landbot.png
  • Einführung in die Filmsprache

    Projektleitung: Fabian Probst (Deutsch) und Oliver Schlumpf (Deutsch, Philosophie)
    Institution: Kantonsschule Zürich Nord
    Kontakt: fabian.probst@kzn.ch

    Ziel unseres Projektes ist es, eine Webseite bereitzustellen, welche für alle interessierten Zürcher Mittelschullehrpersonen und Schüler(innen) eine systematische Einführung in die Sprache des Filmes bietet. Medienkompetenz, welche u.a. den reflektierten und autonomen Umgang mit audiovisuellen Inhalten beinhaltet, steht damit im Zentrum dieses Projekts.

    Beschreibung

    Keine Generation wurde mit mehr audiovisuellen Inhalten konfrontiert als die heutige: Kinofilme, Serien, Dokumentarfilme, youtube-Filme, Smartphone-Formate usw. Auch in der Schule wird eine Fülle von audiovisuellem Material genutzt, in der Regel als Vehikel, um Unterrichtsinhalte zu veranschaulichen oder zu transportieren. Der Kompetenzbereich Filmanalyse ist ebenso ein unbestrittener Bestandteil von Deutschlehrplänen und Lehrmitteln. Er beinhaltet Aspekte der Filmgestaltung, der Sprache und Ästhetik des Films, der Filmtheorie und der Filmgeschichte. Dennoch ist in vielen Klassen Film kein eigentliches Unterrichtsthema, da sich Lehrpersonen nicht kompetent genug fühlen, es zu unterrichten. Wer in einer audiovisuell geprägten Welt medienkompetent sein will, muss auch filmkompetent sein. Angezeigt ist darum ein schulischer Umgang mit Film, bei dem „Kritik und Genuss, Analyse und Imagination keine Gegensätze, sondern Einheiten bilden“ (Maiwald 2005, S. 49).

    Ziel unseres Projektes ist es, eine Webseite bereitzustellen, welche für alle interessierten Zürcher Mittelschullehrpersonen eine systematische Einführung in die Sprache des Filmes bietet. Medienkompetenz, welche u.a. den reflektierten und autonomen Umgang mit audiovisuellen Inhalten beinhaltet, steht damit im Zentrum dieses Projekts. Das digitale Lernangebot folgt dem Grundsatz: Die Auseinandersetzung mit Film wird dann anschaulich, attraktiv und selbstgesteuert, wenn die Schüler(innen) über die filmsprachlichen Informationen und dazu passenden Filmbeispiele autonom verfügen können. Die Website zur Filmsprache enthält darum neben Filmausschnitten konkrete Aufgabenstellungen (inkl. Lösungen) zur visuellen, akustischen und dramaturgischen Gestaltung und Wirkung von Filmen. Die Website ermöglicht Lernprozesse, die mit herkömmlicheren Methoden so nicht realisiert werden können. Gleichzeitig gibt es denjenigen Lehrpersonen ein „sicheres“ Lernarrangement zur Hand, welche sich in der Behandlung des Films als Unterrichtsgegenstand noch unsicher fühlen.

     

    Unser Projekt stellt eine Webseite dar, die von Schüler(innen), aber auch Lehrpersonen genutzt wird, um sich mit der Filmsprache vertraut zu machen. Sie arbeiten selbstorganisiert und im individuellen Tempo. Die Aufträge sollen intellektuell anspruchsvoll und filmanalytisch relevant sein, sie lassen sich jedoch ohne Vorwissen durcharbeiten.

    Der systematische Aufbau folgt den einzelnen filmischen Parametern, wie sie in verschiedenen filmwissenschaftlichen Einführungen zu finden sind: Bild, Ton, Schnitt, Dramaturgie, Gattungen (bspw. Spielfilm/Dokumentarfilm); Unterkapitel zu diesen Abschnitten sind Einstellungsgrössen, Perspektive, Bildkomposition, Licht, Farbe, Kamerabewegung und viele mehr. Denkbar sind auch interdisziplinäre Kapitel wie «Film und Literatur», „Geschichte des Films und seiner Technik“.

    Die einzelnen Kapitel bestehen einerseits aus kurzen Theorietexten, welche in das notwendige Fachvokabular und filmtheoretische Zusammenhänge einführen. Andererseits finden die Schüler(innen) Übungen mit Beobachtungsaufgaben zu exemplarischen Filmausschnitten. Jedes Kapitel endet mit Lösungsvorschlägen und weiterführenden Diskussionsfragen, die im Unterricht aufgegriffen und vertieft werden können.


     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    In einem ersten Schritt wird die Grundstruktur der Webseite erarbeitet; diese orientiert sich an den oben beschriebenen filmischen Parametern. Dazu werden Aufträge formuliert und die Auswahl der exemplarischen Filmausschnitte getroffen, Lösungsvorschläge und Diskussionsanregungen ausgearbeitet. Ein umfassender didaktischer Kommentar mit weiteren Beispielen und Klausurvorschlägen rundet die Arbeit ab. Erste Erfahrungen mit einer selbst erstellten Website zur Filmsprache zeigen, dass das Interesse von Seiten der Schülerinnen und Schüler sehr gross ist und das selbstorientierte Verfahren, welches die Website ermöglicht, ausgezeichnet funktioniert.

    Wirkung

    Wir sehen den Nutzen einer solchen Webseite auf verschiedenen Ebenen:

    - Die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Mediums Film ist unbestritten. Filme (in unterschiedlichen Formaten) haben zudem für Jugendliche eine grosse Relevanz.

    - Im Zentrum steht die Förderung der Medienkompetenz. Filme – und allgemein audiovisuelle Inhalte – «sprechen» eine Sprache, die gelernt werden kann und soll. Wer seine Film-Lesekompetenz erhöht, wird grundsätzlich kompetenter im autonomen produktiven oder rezeptiven Umgang mit Film.

    - Die Aufgabenstellungen zur visuellen, akustischen und dramaturgischen Gestaltung von Filmen machen sowohl die Medialität des Films als auch die intendierte Wirkung audiovisueller Produkte erkennbar.

    Das Angebot richtet sich primär an Schüler(innen). Lehrerinnen und Lehrer erhalten jedoch ebenfalls ein Instrument, um sich mit den Grundlagen der Filmsprache vertraut und kompetent zu machen.

    - Eine Webseite eignet sich, da sich audiovisuelles Material leicht integrieren und mit schriftlich formulierten Beobachtungs- und Lernaufträgen verbinden lässt.

    - Eine Webseite ermöglicht ein selbständiges und individuelles Arbeiten, was beim Lernen der Filmsprache besonders wichtig ist. Wer nicht Filmausschnitte wiederholt und selbstbestimmt sichten kann, kann in der Regel die an einen Film gestellte Untersuchungsfrage nicht befriedigend beantworten. Mit Computer und Internet sind die technischen Voraussetzungen gegeben, dass an Schulen die Auseinandersetzung mit Filmen ohne grossen Aufwand auf ein deutlich besseres und zugleich einfacher handhabbares Niveau gehoben werden kann.

    - Die Webseite bietet auch einen filmgeschichtlichen Einblick und macht die kulturelle Vielfalt des Filmes deutlich. Die Schüler(innen) werden aufmerksam auf Filme, die sie nicht kennen und setzen idealerweise zu eigenen Recherchen zum Film an.

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Das Projekt bewegt sich im SAMR-Modell im Bereich "Augmentation": Online verfügbares audiovisuelles Material wird mit Fragen und Aufgaben versehen, welches ein orts- und zeitunabhängiges Bearbeiten ermöglicht.

     

    Und sonst?

    Für die Umsetzung braucht es eine professionelle Webseite, insbesondere einen eigenen Domain-Namen (bspw. www.filmsprache.zh.ch). Eine andere Möglichkeit wäre, die Webseite in eine Plattform (beispielsweise moodle) zu integrieren oder ein wiki zu erstellen, damit Schüler(innen) oder Lehrpersonen das Lernangebot interaktiv ergänzen können. Der Zugang erfolgt über ein Login mit Schul-Mailadressen.

  • Gamification

    Projektleitung: Robin Fürst (Deutsch)
    Institution: Kantonsschule Zürcher Unterland, Bülach
    Kontakt: robin.fuerst@kzu.ch

    Die SuS wählen aus einem vorgegebenen Bücherkatalog Werke aus und erarbeiten diese in einem SoL-Ansatz selbständig. Die Gamification-Architektur dient dazu, das Lernen interessanter und transparenter zu gestalten.

    Produkt

    Youtube-Kanalmit Erklärvideos für Interessierte (inkl. Materialien als Anhang beim 2. Video)

     Gamification

    Beschreibung

  • Kunstpädagogik

    Projektleitung: Charlotte Friedli
    Institution: Zürcher Hochschule der Künste und Kantonsschule Küsnacht
    Kontakt: charlottefriedli@bluewin.ch

    Im Zentrum des Projektes steht eine Recherche-Gruppe, die sich mit Kunstpädagogik im Zuge der Digitalisierung und im Zeitalter des Internets auseinandersetzt. Die Gruppe soll aus interessierten Studierenden des Studiengangs Kunstpädagogik und Alumni bestehen. Ziel ist es, eine Plattform zu errichten für Kunstpädagog*innen, die die Recherche-Resultate digital zugänglich macht in Form eines Blogs oder einer Webseite.

    Beschreibung

    Im Zentrum des Projektes steht eine Recherche-Gruppe, die sich mit Kunstpädagogik im Zuge der Digitalisierung und im Zeitalter des Internets auseinandersetzt. Die Gruppe soll aus interessierten Studierenden des Studiengangs Kunstpädagogik und Alumni bestehen. Ziel ist es, eine Plattform zu errichten für Kunstpädagog*innen, die die Recherche-Resultate digital zugänglich macht in Form eines Blogs oder einer Webseite.

    Auf der Plattform soll Folgendes zugänglich sein;

    - Orientierung in der thematisch relevanten Literatur und Lektüretipps aus dem Feld der Pädagogik, Didaktik und der Kunstwissenschaften.

    - Grobkonzepte von Unterrichtsprojekten für die Mittelschule, die sich thematisch mit der Digitalisierung und den Bedeutungen der Technologien auseinandersetzen.

    - Grobkonzepte von Unterrichtsprojekten die Tools, Web-Plattformen, Medien innovativ einsetzen.

    - Begriffsklärungen, in Form eines wachsenden Glossars zu Bezeichnungen wie Internet, World Wide Web, Technologie etc.

    - Untersuchungen von Phänomenen der (jugendlichen) Web- und Internetkultur für den Transfer in die Kunstpädagogik.

    Didaktisch-methodisches Konzept

    In Form von wöchentlichen Treffen mit einer kleinen Gruppe von Studierenden aus dem Bereich Kunstpädagogik wird das didaktisch-methodische Konzept einer selbstorganisierten Research Group angewendet. Zu Beginn werden Ressourcen, Bedingungen, Lücken und Bedürfnisse der Beteiligten in einem Mapping festgehalten. Diese Struktur dient als Orientierung für die Inhalte, welche in der Gruppe erarbeitet werden. Durch die gemeinsame Lektüre von Texten, Begriffsklärungen und Diskussionen wird Wissen geschaffen. In Form eines Blogs oder einer Webseite werden die Resultate zugänglich gemacht. Es soll eine wachsende Plattform für Wissen, Methoden und Referenzen im Bereich (Post-)Internet-Kunst und Kunstpädagogik entstehen. Teilnehmende, welche bereits in der Lehre an einer Mittelschule tätig sind, bringen Fragen und Beispiele aus ihrem Unterricht mit und wenden in der Research Group behandelte Konzepte und Tools wiederum im eigenen Unterricht an. Der Theorie-Praxis-Transfer wird somit kultiviert. Bereits bestehende Projekte wie Post-Internet Arts Education Research (PIAER) der Universität zu Köln dienen als Referenzsysteme und ein Austausch wäre wünschenswert.

    Wirkung

    Das Feld der Kunstpädagogik im Internet-Zeitalter ist an der ZHdK personell und curricular nur sehr schwach vertreten. Die Gruppe erarbeitet Methoden und den theoretischen, wie praxisorientierten Nährboden für die Entwicklung dieses Feldes im Studiengang. Als ehemalige Studentin und Neu-Lehrerin an der Kantonsschule Küsnacht bin ich der Ansicht, dass die Studierenden bereits während des Studiums mit den pädagogischen, wie methodologischen Herausforderungen und Chancen für den Unterricht konfrontiert sein müssen, die durch die technologischen Entwicklungen ausgelöst werden.

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Das Projekt kann im SAMR-Modell in den Bereich "Augmentation" eingeteilt werden, da das Produkt einer Plattform eine funktionale Verbesserung darstellt gegenüber einer analogen Lösung.

     

    Und sonst

    Das Projekt wurde an der ZHdK umgesetzt und läuft als "Study Group Kunstpädagogik im Zeitalter des Internet" als Studierenden- und Alumni-Projekt autonom entlang des Kunstpädagogik-Masters.

  • Nachrichten-Journalismus und Digitalisierung

    Projektleitung: Eugenie Bopp (Deutsch) und Sabina Zimmermann (Deutsch)
    Institution: Kantonsschule Zürcher Oberland, Wetzikon
    Kontakt: eugenie.bopp@kzo.ch

    Ziel des Projekts „Informationsjournalismus und Digitalisierung“ ist, den Schülerinnen und Schülern den Wert professioneller Informationsmedien deutlich zu machen und ihre Medienkompetenz zu fördern durch Aufgabenstellungen, die eine vertiefte Analyse medial vermittelter Nachrichten verlangen.

    Projektvorstellung (1')

    Beschreibung

    Die Digitalisierung hat massive Auswirkungen auf unsere massenmediale Öffentlichkeit. Ein grosser Teil der Konsumenten und Konsumentinnen bezieht Informationen heute nicht mehr über Tageszeitungen oder Nachrichtensendungen, sondern über unterschiedliche Kanäle und Plattformen im Internet. Vor allem junge Menschen entscheiden sich für die attraktiven Angebote der Sozialen Medien, die neben Chancen auch Gefahren mit sich bringen. Ein grosser Teil der dort veröffentlichten „Nachrichten“ wird nicht durch professionelle Medienschaffende produziert, und die im Netz herrschende Aufmerksamkeitsökonomie führt zu Simplifikation, starker Personalisierung und Emotionalisierung der Informationen.

    Die Zahl der „News-Deprivierten“ nimmt rasant zu. Darunter versteht man solche Mediennutzer- und -nutzerinnen, die nur noch Nachrichten von meist minderer journalistischer Qualität über soziale Plattformen konsumieren und auch dies nur sporadisch. In der Schweiz bildete diese Gruppe im Jahr 2019 die Mehrheit. Bei den jungen Menschen gehören sogar 56% dazu (Qualität der Medien. Schweiz. Jahrbuch 2019, S.10). Im Hinblick auf den Erhalt einer funktionierenden Demokratie ist diese Entwicklung äusserst bedenklich. Da die Massenmedien die Funktion der Meinungsbildung im demokratischen Prozess einnehmen, braucht es für politische Entscheidungsprozesse eine vertiefte Medienkompetenz.

    Ziel des Projekts „Informationsjournalismus und Digitalisierung“ ist es deshalb, den Schülerinnen und Schülern den Wert professioneller Informationsmedien deutlich zu machen und ihre Medienkompetenz zu fördern durch Aufgabenstellungen, die eine vertiefte Analyse medial vermittelter Nachrichten verlangen.

    Die Unterrichtseinheit kann in den beiden letzten Schuljahren der gymnasialen Oberstufe vorrangig in den Fächern Deutsch, Geschichte, evtl. Geografie, in Klassenstunden oder im neuen Fach Informatik durchgeführt werden. Mindestens 15 Lektionen sollten für die Unterrichtseinheit angesetzt werden, bei einer Durchführung von Modul 4 erhöht sich die Anzahl der Lektionen entsprechend. 

     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Die Unterrichtsreihe „Informationsjournalismus und Digitalisierung“ umfasst mehrere Module, die je nach Möglichkeit eingesetzt werden können. Während im ersten Teil der Unterrichtsreihe (Module 1-3) unterschiedliche Lern- und Arbeitsformen vom Lehrervortrag bis hin zu anwendungsorientierten Aufgaben eingesetzt werden, ist die „Vertiefung Medienanalyse“ (Modul 4) als längere selbstständige Gruppenarbeit geplant.

    Die Module der Unterrichtsreihe im Überblick:

    1. Nachrichtenjournalismus – Einführung
    1. Digitalisierung der Medien: Überblick
    2. Medienanalyse zu einer aktuellen Mediendebatte (=ein inhaltlich und zeitlich eingrenzbares Thema, das von eigentlich allen Medien aufgegriffen wird)
    3. Vertiefung Medienanalyse

    Beispiele:

    A Die Schülerinnen und Schüler vergleichen zwei Medientools losgelöst von einer konkreten Debattenfrage und erstellen ausgehend von der Analyse der Nachrichten auf den gewählten Medien (z.B. TA online und Google-News) eine Beschreibung dieser Plattformen.

    B Der Trend zur Audiovisualisierung hat auch die Printmedien erfasst, auf deren Plattformen sich zunehmend Videos und Podcasts finden. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen und analysieren den quantitativen Einsatz dieser neuen Form von Nachrichtenjournalismus durch unterschiedliche Medien.

    Wirkung

    Im Bildungsbereich liegt der Fokus der Digitalisierung auf der Ausbildung der technischen Medienkompetenz. Inhaltliche Medienkompetenz wird dagegen oft vernachlässigt, ist aber im Hinblick auf die durch die Digitalisierung entstehenden Umbrüche und Veränderungen in unserer Gesellschaft ebenso wichtig.

    Die Unterrichtsreihe ermöglicht den Lehrpersonen die Behandlung einer gemäss Rahmenlehrplan für Maturitätsschulen fundamental wichtigen Kompetenz. Sie gibt ihnen Hilfestellungen in einem Bereich, zu dem in den Lehrmitteln häufig nur veraltete und/oder nicht stufengerechte Angebote zur Verfügung stehen. ​​​​​​​

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Das Projekt setzt die Anwendung/Nutzung der üblichen digitalen Hilfsmittel voraus: Textverarbeitung, Präsentation, Internetrecherche, Lernplattformen und bewegt sich somit im SAMR-Modell im Bereich der Substitution.

  • Nationalsozialismus-Holocaust

    Projektleitung: Fabian Probst (Deutsch) und Oliver Schlumpf (Deutsch, Philosophie)
    Institution: Kantonsschule Zürich Nord
    Kontakt: fabian.probst@kzn.ch

    Dieses Projekt erstellt ein digitales Lernangebot zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust, welches in thematische Module gegliedert ist. Jedes Modul enthält aufbereitete Lernunterlagen, Zielsetzungen, Aufgabenstellungen, Lösungen sowie einen didaktischen Kommentar. Das Lernangebot ermöglicht auch einen Gegenwartsbezug zu Themen wie Rechtsextremismus oder Anti-Rassismus-Strafnorm.

    Produkt

    Wenn das Produkt vorliegt, wird es hier publiziert.

     

    Beschreibung

  • Plagiatsaffäre Guttenberg

    Projektleitung: Fabian Probst (Deutsch) und Oliver Schlumpf (Deutsch, Philosophie)
    Institution: Kantonsschule Zürich Nord
    Kontakt: fabian.probst@kzn.ch

    Die digitale Lerneinheit „Plagiatsaffäre Guttenberg“ problematisiert in anschaulicher und attraktiver Weise die Frage des Plagiierens und seiner möglichen Konsequenzen. Sie geht von einem konkreten Plagiatsfall aus.

    Projektvorstellung (1')

     

    Beschreibung

    Jede Mittelschülerin, jeder Mittelschüler schreibt im Rahmen der Mittelschulausbildung eine Abschlussarbeit, welche wissenschaftliches Arbeiten und den korrekten Umgang mit Fachliteratur einfordert. Das korrekte Ausweisen von Informationsquellen und das Verbot des Plagiierens müssen im Rahmen von Abschlussarbeiten immer wieder thematisiert werden. In der Regel geschieht dies durch Wegleitungen oder im Gespräch mit der Betreuungsperson der Abschlussarbeit.

    Die digitale Lerneinheit „Plagiatsaffäre Guttenberg“ problematisiert in anschaulicher und attraktiver Weise die Frage des Plagiierens und seiner möglichen Konsequenzen. Sie geht von einem konkreten Plagiatsfall aus. Im Frühjahr 2011 musste sich der damalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu den Plagiatsvorwürfen seine Dissertation betreffend öffentlich stellen. Unter anderem führte der Deutsche Bundestag eine Aktuelle Stunde zu den Plagiatsvorwürfen durch, die live im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) übertragen wurde. Die Parlamentarier der verschiedenen Fraktionen äusserten sich in max. fünf-minütigen Reden zu den Plagiatsvorwürfen. Kurz danach verlor K-Th. zu Guttenberg seinen Doktortitel und seinen Ministerposten.

    Dieser Redewettbewerb, der sich im Kern um die Frage des Wissenschaftsethos, des Plagiierens und Betrügens im Wissenschaftsbetrieb dreht, ist ein Lehrstück in Sachen Plagiieren und Debattieren.

    Da die Redebeiträge der Aktuellen Stunde in einen veritablen Redewettbewerb mündeten, bietet es sich an, die Plagiatsdebatte im Deutschunterricht zu behandeln und dies nicht nur mit Blick auf die Plagiatsfrage, sondern auch mit Blick auf das wirkungsvolle öffentliche Reden und Debattieren (Rhetorik), was ein Fenster öffnet zur mündlichen Präsentation der angesprochenen Abschlussarbeit. Aus diesem Grund wird eine digitale Lerneinheit erstellt, die in doppelter Weise von Zürcher Mittelschullehrpersonen genutzt werden kann. Entweder als Einführung ins wissenschaftlich lautere Arbeiten und in die Plagiatsproblematik und/oder als Gegenstand einer Redeanalyse und der Reflexion des wirkungsvollen, öffentlichen Auftretens. Für beides bietet die „Plagiatsaffäre Guttenberg“ mustergültiges Material und beides kann in Beziehung zu den Maturitäts- und anderen Abschlussarbeiten an Mittelschulen gesetzt werden.

    Der Live-Mitschnitt der Aktuellen Stunde zur Affäre Guttenberg im deutschen Bundestag vom Februar 2011 ist auch heute noch im offiziellen Web-tv des deutschen Bundestages abrufbar (vgl. webtv.bundestag.de). Die Geschäftsordnung des deutschen Bundestages beschränkt die Redezeit in einer Aktuellen Stunde auf maximal fünf Minuten. Dies ist eine Länge, die ideal ist, um im Unterricht aufgegriffen zu werden.

    Lernmodul 1: Wird die Plagiatsaffäre Guttenberg mit Blick auf seinen thematischen Kern, dem lauteren und unlauteren wissenschaftlichen Arbeiten, im Unterricht genutzt, bieten die Redebeiträge eindrückliches Anschauungsmaterial zu folgenden Fragen: Was ist ein Plagiat? Warum ist ein Plagiat wissenschaftlich und moralisch problematisch? Wie lautet das Ethos der Wissenschaftlichkeit und worin liegt seine Bedeutung? Wie gehe ich in einer wissenschaftlichen Arbeit mit Informationen um, die nicht von mir stammen? Wie zitiere ich, wie verweise ich auf Literatur?

    Lernmodul 2: Wird die Aktuelle Stunde vom 23. Februar 2011 mit Blick auf die Rhetorik/Redeanalyse im Unterricht genutzt, bietet das spezifische Setting des ritualisierten öffentlichen Rede-Wettbewerbs einen attraktiven Untersuchungsgegenstand, der in seiner Dynamik und Dramatik etwas „Zeitloses“ hat. Bei der Affäre Guttenberg wurde der Redereigen von Thomas Oppermann von der SPD eröffnet, danach folgten Hans-Peter Friedrich (CDU/CSU), Jürgen Trittin (B90/GRÜNE), Stephan Thomae (FDP). Dietmar Bartsch (DIE LINKE) schloss die Fraktionsbeiträge ab. Danach trat der zuvor in „Wechselrede“ angegriffene und verteidigte Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CDU/CSU) ans Rednerpult und bildete den Schluss- und Höhepunkt des Redeagons. Rhetorische Untersuchungsfragen an die Redebeiträge lauten: Was sind verbale (inhaltliche), paraverbale (stimmliche) und nonverbale (körpersprachliche) Aspekte von Redebeiträgen. Was bedeutet es wirkungsvoll aufzutreten? Welche rhetorischen Mittel werden eingesetzt und wie sind diese zu beurteilen? Wie können die gemachten Beobachtungen für eigene Redeauftritte, z.B. die Präsentation der Abschlussarbeit, genutzt werden?


     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Da die Redebeiträge zur Plagiatsaffäre Guttenberg öffentlich greifbar sind und nicht länger als fünf Minuten dauern, steht das Material bereits aufgearbeitet zur Verfügung.

    Im Lernmodul 1 „wissenschaftliches Arbeiten“ werden Aufgaben zum audiovisuellen Material inkl. Infoboxen gestellt, die am Computer gelöst werden. Die Zielsetzungen betreffen die Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens, das Plagiatsverbot und dessen Begründung sowie Regeln und Übungen zum korrekten Umgang mit Literatur/Bildern/Grafiken («Quellen») im Wissenschaftsbetrieb.

    Im Lernmodul 2 „Redeanalyse und rhetorische Mittel“ werden die Redebeiträge mit Beobachtungs- und Analyseaufgaben versehen, die zu einem Verständnis zentraler verbaler, paraverbaler und nonverbaler Aspekte von Redeauftritten führen. Des Weiteren werden die Lernenden zu einem produktiven, performativen Umgang mit dem Gelernten aufgerufen, um die eigene Auftrittskompetenz zu üben, zu reflektieren und zu verbessern.

    Beide Lernmodule sind so gestaltet, dass sie entweder von den Lernenden in Eigenregie (SOL) absolviert werden können oder unter der Leitung bzw. in Begleitung der Lehrperson im Plenum behandelt werden.

    Wirkung

    Das Thema betrifft ein Kernanliegen jeder Mittelschulausbildung bzw. Abschlussarbeit: das Wissen um die Frage des lauteren und unlauteren wissenschaftlichen Arbeitens.

    Modul 1

    - Mit der Plagiatsaffäre Guttenberg Kernbegriffe des wissenschaftlichen Arbeitens (z.B. Quelle, bibliografieren, zitieren, plagiieren usw.) kennenlernen und deren Bedeutung im Wissenschaftsbetrieb und beim wissenschaftspropädeutischen Schreiben verstehen.

    - Mit dem GuttenPlag-Wiki, das massgeblich zur Überführung von Guttenbergs Betrügereien beigetragen hat, Formen des Plagiierens studieren.

    - Den korrekten Umgang mit fremden Quellen lernen (Wissen, nach welchen Regeln man zitiert, Literaturverweise macht, ein Verzeichnis erstellt).

    Modul 2

    - Mit den Reden der Aktuellen Stunde zur Affäre Guttenberg professionelle Redner studieren und die gewonnen Erkenntnisse für die eigene Redeauftritte nutzen.

    - Mit strukturierten Aufgaben das Bewusstsein schärfen für: Redeanlass, Publikum, Stand, Raumbezug, Blick, Hilfsmittel, Publikumskontakt, das Inhaltliche (verbale Aspekte), das Sprecherische (paraverbale Aspekte) und das Körpersprachliche (nonverbale Aspekte) sowie die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum.

    - Mit dem Rededokument Grundbegriffe der klassischen, antiken Rhetorik kennen und anwenden lernen (die drei Redegattungen, die Aufgaben des Redners, fünf Bearbeitungsphasen

    ...
  • Vektorgeometrie

    Projektleitung: Tobias Sauter und Urs Allenspach (Mathematik)
    Institution: Kantonale Maturitätsschule für Erwachsene, Zürich
    Kontakt: tobias.sauter@kme.ch

    Das Ziel des Projekts besteht darin, ein interaktives Selbststudium für den Einstieg in die Vektorgeometrie aufzubauen.

    Produkt

    Wenn das Produkt vorliegt, wird es hier publiziert.

     

    Beschreibung

  • Virtual Reality App Literaturgeschichte

    Projektleitung: ​​​​​​​​​​​​​​Craig Brand (Englisch) und Michael Hinderling (Partner)
    Institution: Kantonsschule Limmattal, Urdorf
    Kontakt: craig.brand@kslzh.ch

    In diesem Projekt soll eine Virtual Reality (VR)-App entwickelt werden, mit welcher Schülerinnen und Schüler zu einer virtuellen Reise durch die Literaturgeschichte aufbrechen und dabei unterschiedliche Charaktere und Lokalitäten entdecken und interaktiv kennenlernen können.

    Produkt

    Als Produkt liegen zwei Texte vor: der historische und literarische Hintergrund für die VR-App Literaturgeschichte, als Basis für eine Weiterentwicklung:

    Lichacha_-_Historic_background_texts.docx

    Lichacha_-_Literary_texts_up_to_Renaissance.docx


    Beschreibung

Intro Animation Züri Wappen