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Über das Projekt
Autoren: Markus Waser (Berufskunde), Shehnaz Sonderegger (Berufskunde), Christof Glaus (Allgemeinbildung)
Institution: Berufsbildungsschule Winterthur (BBW)
DLH-Kontakt: teamki1@dlh.zh.ch

Praxisbeispiel: Kreativpartnerin KI - die süsse Versuchung

Im Projekt «KI – die süsse Versuchung» wird Künstliche Intelligenz als Kreativpartnerin in die Ausbildung von Bäckerinnen und Bäcker, Konditorinnen und Konditoren und Confiseurinnen und Confiseuren integriert. Die Lernenden nutzen KI als Bild- und Ideengeneratorin, erarbeiten im Dialog mit ihr Sujets, Figuren und Dekorationen und setzen diese handwerklich um. 


Fach

Bäckerei-Konditorei-Confiserie EFZ (BK & ABU) 

Rolle der KI

Kreativpartnerin: Bild- u. Ideengenerierung 

Stufe

Berufliche Grundbildung (Sek II)

Dauer

Über ein Schuljahr (BK & ABU) 


Lernziele

  • Die Lernenden nutzen KI als Kreativpartnerin, um Sujets, Figuren und Dekorationen zu entwerfen und ihre Gestaltungsideen zu erweitern. 
  • Sie entwickeln eine Dialogkompetenz, um mit KI gezielt Bild- und Ideenvorlagen zu erarbeiten. 
  • Sie setzen KI-generierte Vorlagen handwerklich um und beurteilen kritisch, was fachlich und materialtechnisch machbar ist. 
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Erfolgsfaktoren und Hinweise für die Lehrperson

  • Ausgangslage: In diesen Kreativberufen sind Schaustücke ein wichtiger Bestandteil, um zu zeigen, was man handwerklich und gestalterisch kann – an Ausstellungen und Wettbewerben wie der Decorissima. Die Visualisierung mit KI eröffnet dabei ganz neue Möglichkeiten für Entwurf und Präsentation. Das Fachwissen bleibt dabei leitend. Nicht alles, was optisch überzeugt, ist handwerklich umsetzbar. Die erarbeiteten Kompetenzen konnten an der Decorissima 2026 (https://www.decorissima.ch/) in Winterthur gezeigt werden.  
  • Rolle der KI: KI dient als Kreativ- und Ideenpartnerin (Bild- und Ideengenerierung, z.B. mit Text-zu-Bild-Generatoren). Sie ersetzt nicht das Handwerk. Lehrpersonen agieren als Mentor:innen, und das Fachwissen bleibt leitend – denn nicht alles, was optisch anspricht, ist mit den jeweiligen Materialien umsetzbar.
  • Warum KI?  Bäckerei, Konditorei und Confiserie sind Kreativberufe, deren Gestaltungs- und Auftrittskompetenz durch Social Media und Wettbewerbe wie die Decorissima oder die SwissSkills stark gefordert wird. KI eröffnet als Inspirationsquelle und Visualisierungswerkzeug neue Möglichkeiten. 
  • Wichtiger Hinweis: Das Fachwissen bleibt leitend. KI-Vorlagen sind Ausgangspunkt, nicht Endprodukt. Eine detaillierte, handwerklich umsetzbare Bildvorlage zu erzeugen, ist anspruchsvoll und erfordert Übung im Dialog mit der KI. 
  • Wissensquelle/Referenz für die KI: Hier kann aus dem vollen Datenschatz der generativen Sprachmodelle geschöpft werden. Es geht nicht um Wahrheit, sondern um kreative Inputs.  
  • ICT: KI-Bildgeneratoren / Text-zu-Bild (ChatGPT, Gemini) KI-Sprachmodelle.  
  • Setting: Handlungs- und projektorientiertes Lernen über ein Schuljahr im Berufskunde- und Allgemeinbildungsunterricht. Phasen der KI-Aneignung, der traditionellen Handwerkstechnik und der Verbindung beider wechseln sich ab mit dem Höhepunkt in der Bespielung der Decorissima in Winterthur.
  • Didaktisches Szenario: Mehrere Bausteine sind kombinierbar: 
    – Design-Thinking-/Kreativ-Workshop zur Bestimmung der Kreativbereiche 
    – KI-gestützte Bild- und Ideengenerierung im symmetrischen Dialog mit der KI 
    – Handwerkliche Umsetzung der Vorlagen (Schokoladen-/Marzipanfiguren, Schablonen, Torten) 
    – Dokumentation, Kommentierung und Reflexion auf Padlet (Student & Co-Agency) 
    – Bespielung der Decorissima in Winterthur als Testphase und Schaufenster für Schaustücke 

Instruktionen, Anleitungen und Materialien

  • Aufgabenbeschreibung/Instruktionen: Die Lernenden erarbeiten im Dialog mit der KI Bild- und Ideenvorlagen für Sujets, Figuren und Dekorationen, setzen diese handwerklich um und halten den Prozess sowie das Ergebnis in einer individuellen Dokumentation fest. Wichtig: Das Fachwissen führt – KI-Ideen werden kritisch auf handwerkliche Machbarkeit geprüft. 
  • Mögliche Anpassungen: Der Ansatz lässt sich auf weitere Kreativberufe übertragen. Die KI-gestützte Visualisierung von Schaustücken eignet sich überall dort, wo Gestaltungs- und Präsentationskompetenz gefragt ist.
  • Protokoll von Schülerinnen und Schülern: Ideenfindung, Herausforderungen, Empfehlungen, Angaben zu Material, Technik, Arbeitszeit, Schlussreflexion und Resultat: Beispiel 1, Beispiel 2.
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