• Asterisk* – Wort für Wort nach den Sternen greifen

    Projektleitung: Katja Vogel (Latein)
    Institution: Realgymnasium Rämibühl, Zürich
    Kontakt: katja.vogel@rgzh.ch

    Neuer Zugang zur Wortschatzarbeit im gymnasialen Sprachunterricht: Es wird sukzessive eine Online-Plattform aufgebaut, auf welcher der Wortschatz, ausgehend von Basiswörtern, durch Ableitung und Komposition als konstellatives System dargestellt ist.

    Produkt

    Wenn das Produkt vorliegt, wird es hier publiziert.

     

    Beschreibung

  • Der explorative Prozess des Lesens

    Projektleitung: Thomas Fähndrich (Geschichte) und Klaus Nürnberg (Deutsch)
    Institution: Kantonale Maturitätsschule für Erwachsene, Zürich
    Kontakt: thomas.faehndrich@kme.ch

    Durch ein Flipped-Classroom-Konzept werden SuS gezielt beim Lesen von überschaubaren, anspruchsvollen Texten aktiviert. Dabei müssen sie Selbstverantwortung übernehmen. Der Lernprozess wird durch einen «blended learning» Ansatz begleitet, die Lernerkenntnisse gemeinsam überprüft, revidiert und schliesslich im digitalen Raum abgelegt.

    Produkt

    Wenn das Produkt vorliegt, wird es hier publiziert.

     

    Beschreibung

  • Digitale Transformation der klassischen BM-Abschlussprüfung

    Projektleitung: Wolfgang Pfalzgraf (Ansprechperson), Stefanie Wick Widmer, Christof Glaus, Bernhard Turnherr und weitere Lehrpersonen.
    Institution: Berufsmaturitätsschule Winterthur (BBW)
    Kontakt: wolfgang.pfalzgraf@bbw.ch

    In diesem Projekt geht es um den Einsatz und die Evaluation des Prüfungs-Sticks der Uni Bern (Lernstick.ch) und des Safe Exam Browsers (SEB) der ETHZ zur Durchführung einer sicheren Abschlussprüfung in einem BYOD-Setting.

     Projektvorstellung (16')

    Beschreibung

    Die Abschlussprüfungen in der Berufsmaturitätsschule finden über alle Klassen im Kanton zur gleichen Zeit statt. Die Abschlussprüfungen werden kantonal erstellt. Die BBW arbeitet mit der LMS OpenOLAT. An der Berufsmaturitätsschule Winterthur wird ein Laptop mit Stift vorausgesetzt. Ziel ist die klassischen handschriftlichen BM-Abschlussprüfungen in ein digitales Prüfungsformat zu transformieren. Einen zweistündigen Aufsatz von Hand, ohne Rechtschreibeprüfung und ohne Internet-Recherche zu schreiben scheint uns nicht zeitgemäss. Dabei soll aber sichergestellt sein, dass die abgegebene Arbeit die persönliche Leistung des Kandidaten ist. Dazu setzen wir zur Zeit den Prüfungsstick ein. Und als Alternative testen wir den SEB.

    1. Der Lernstick.ch (ein Projekt der Fachstelle für digitale Nachhaltigkeit der Uni Bern). Hier arbeitet der Lernende mit seiner Hardware auf einem Stick, der von der Schule konfiguriert und kontrolliert wird. Damit erhoffen wir uns einen genügend sicheren Einsatz von Drittapplikationen. Der Lernstick hat auch den Vorteil, dass er netzunabhängig läuft.
    2. Die Kombination Safe Exam Browser (SEB) der ETHZ zusammen mit OpenOlat:

    Dabei soll die Lernplattform die Prüfung zur Verfügung stellen und der SEB garantieren, dass die Lernenden-Geräte genügend abgesichert sind. (Unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen auf den privaten Geräten)

    Erreicht die Berufsmaturitätsschule Winterthur das Ziel, dass an den Abschlussprüfungen Deutsch und Mathematik die Lernenden mit ihren Rechnern arbeiten können, profitieren alle Berufsmaturitätsschulen im Kanton Zürich von der Entwicklung. Das Prüfungskonzept von Winterthur stellen wir sämtlichen Schulen zur Verfügung.

    Didaktisch-methodisches Konzept

    In einer fächerübergreifenden Arbeitsgruppe werden mit dem Informatikdienst BBW die

    verschiedenen Möglichkeiten entwickelt und in mehreren Testläufen evaluiert. Im April und Mai finden die Deutsch-Berufsmaturaprüfungen auf bis zu 200 BYOD-Laptops statt.

    Wirkung

    Die Lernenden setzen im Schulalltag, bei laufenden Leistungskontrollen wie an der Abschlussprüfung BYOD ein.

    Alle Berufsmaturitätsschulen im Kanton Zürich profitieren von der Entwicklung des Prüfungskonzepts. Sie können dieses übernehmen.

     

    Modell

    Dieses Projekt lässt sich besonders gut ins Dagstuhl-Dreieck einordnen. Es berücksichtigt, wie Lernen in einer digitalen Kultur stattfindet und Folge dessen auch der Abschluss der Lernzeit – die Abschlussprüfung – dieser gesellschaftlich-kulturellen Gewohnheit Rechnung tragen soll. Zahlreiche Anwendungen in einer solchen Umgebung – digitale Unterlagen, Apps, optimales Vorgehen, kritische Umstände – wurden kontinuierlich im Zusammenspiel mit der dafür notwendigen Technologie gelehrt und gelernt. Was wiederum konsequenterweise ebenfalls in der Abschlussprüfung berücksichtigt wird.

     

     Präsentation

    Hier die PPP des Projekts zum Herunterzuladen: 

    PPP.png

     

  • Einführung in die Filmsprache

    Projektleitung: Fabian Probst (Deutsch) und Oliver Schlumpf (Deutsch, Philosophie)
    Institution: Kantonsschule Zürich Nord
    Kontakt: fabian.probst@kzn.ch

    Ziel unseres Projektes ist es, eine Webseite bereitzustellen, welche für alle interessierten Zürcher Mittelschullehrpersonen und Schüler(innen) eine systematische Einführung in die Sprache des Filmes bietet. Medienkompetenz, welche u.a. den reflektierten und autonomen Umgang mit audiovisuellen Inhalten beinhaltet, steht damit im Zentrum dieses Projekts.

    Beschreibung

    Keine Generation wurde mit mehr audiovisuellen Inhalten konfrontiert als die heutige: Kinofilme, Serien, Dokumentarfilme, youtube-Filme, Smartphone-Formate usw. Auch in der Schule wird eine Fülle von audiovisuellem Material genutzt, in der Regel als Vehikel, um Unterrichtsinhalte zu veranschaulichen oder zu transportieren. Der Kompetenzbereich Filmanalyse ist ebenso ein unbestrittener Bestandteil von Deutschlehrplänen und Lehrmitteln. Er beinhaltet Aspekte der Filmgestaltung, der Sprache und Ästhetik des Films, der Filmtheorie und der Filmgeschichte. Dennoch ist in vielen Klassen Film kein eigentliches Unterrichtsthema, da sich Lehrpersonen nicht kompetent genug fühlen, es zu unterrichten. Wer in einer audiovisuell geprägten Welt medienkompetent sein will, muss auch filmkompetent sein. Angezeigt ist darum ein schulischer Umgang mit Film, bei dem „Kritik und Genuss, Analyse und Imagination keine Gegensätze, sondern Einheiten bilden“ (Maiwald 2005, S. 49).

    Ziel unseres Projektes ist es, eine Webseite bereitzustellen, welche für alle interessierten Zürcher Mittelschullehrpersonen eine systematische Einführung in die Sprache des Filmes bietet. Medienkompetenz, welche u.a. den reflektierten und autonomen Umgang mit audiovisuellen Inhalten beinhaltet, steht damit im Zentrum dieses Projekts. Das digitale Lernangebot folgt dem Grundsatz: Die Auseinandersetzung mit Film wird dann anschaulich, attraktiv und selbstgesteuert, wenn die Schüler(innen) über die filmsprachlichen Informationen und dazu passenden Filmbeispiele autonom verfügen können. Die Website zur Filmsprache enthält darum neben Filmausschnitten konkrete Aufgabenstellungen (inkl. Lösungen) zur visuellen, akustischen und dramaturgischen Gestaltung und Wirkung von Filmen. Die Website ermöglicht Lernprozesse, die mit herkömmlicheren Methoden so nicht realisiert werden können. Gleichzeitig gibt es denjenigen Lehrpersonen ein „sicheres“ Lernarrangement zur Hand, welche sich in der Behandlung des Films als Unterrichtsgegenstand noch unsicher fühlen.

     

    Unser Projekt stellt eine Webseite dar, die von Schüler(innen), aber auch Lehrpersonen genutzt wird, um sich mit der Filmsprache vertraut zu machen. Sie arbeiten selbstorganisiert und im individuellen Tempo. Die Aufträge sollen intellektuell anspruchsvoll und filmanalytisch relevant sein, sie lassen sich jedoch ohne Vorwissen durcharbeiten.

    Der systematische Aufbau folgt den einzelnen filmischen Parametern, wie sie in verschiedenen filmwissenschaftlichen Einführungen zu finden sind: Bild, Ton, Schnitt, Dramaturgie, Gattungen (bspw. Spielfilm/Dokumentarfilm); Unterkapitel zu diesen Abschnitten sind Einstellungsgrössen, Perspektive, Bildkomposition, Licht, Farbe, Kamerabewegung und viele mehr. Denkbar sind auch interdisziplinäre Kapitel wie «Film und Literatur», „Geschichte des Films und seiner Technik“.

    Die einzelnen Kapitel bestehen einerseits aus kurzen Theorietexten, welche in das notwendige Fachvokabular und filmtheoretische Zusammenhänge einführen. Andererseits finden die Schüler(innen) Übungen mit Beobachtungsaufgaben zu exemplarischen Filmausschnitten. Jedes Kapitel endet mit Lösungsvorschlägen und weiterführenden Diskussionsfragen, die im Unterricht aufgegriffen und vertieft werden können.


     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    In einem ersten Schritt wird die Grundstruktur der Webseite erarbeitet; diese orientiert sich an den oben beschriebenen filmischen Parametern. Dazu werden Aufträge formuliert und die Auswahl der exemplarischen Filmausschnitte getroffen, Lösungsvorschläge und Diskussionsanregungen ausgearbeitet. Ein umfassender didaktischer Kommentar mit weiteren Beispielen und Klausurvorschlägen rundet die Arbeit ab. Erste Erfahrungen mit einer selbst erstellten Website zur Filmsprache zeigen, dass das Interesse von Seiten der Schülerinnen und Schüler sehr gross ist und das selbstorientierte Verfahren, welches die Website ermöglicht, ausgezeichnet funktioniert.

    Wirkung

    Wir sehen den Nutzen einer solchen Webseite auf verschiedenen Ebenen:

    - Die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Mediums Film ist unbestritten. Filme (in unterschiedlichen Formaten) haben zudem für Jugendliche eine grosse Relevanz.

    - Im Zentrum steht die Förderung der Medienkompetenz. Filme – und allgemein audiovisuelle Inhalte – «sprechen» eine Sprache, die gelernt werden kann und soll. Wer seine Film-Lesekompetenz erhöht, wird grundsätzlich kompetenter im autonomen produktiven oder rezeptiven Umgang mit Film.

    - Die Aufgabenstellungen zur visuellen, akustischen und dramaturgischen Gestaltung von Filmen machen sowohl die Medialität des Films als auch die intendierte Wirkung audiovisueller Produkte erkennbar.

    Das Angebot richtet sich primär an Schüler(innen). Lehrerinnen und Lehrer erhalten jedoch ebenfalls ein Instrument, um sich mit den Grundlagen der Filmsprache vertraut und kompetent zu machen.

    - Eine Webseite eignet sich, da sich audiovisuelles Material leicht integrieren und mit schriftlich formulierten Beobachtungs- und Lernaufträgen verbinden lässt.

    - Eine Webseite ermöglicht ein selbständiges und individuelles Arbeiten, was beim Lernen der Filmsprache besonders wichtig ist. Wer nicht Filmausschnitte wiederholt und selbstbestimmt sichten kann, kann in der Regel die an einen Film gestellte Untersuchungsfrage nicht befriedigend beantworten. Mit Computer und Internet sind die technischen Voraussetzungen gegeben, dass an Schulen die Auseinandersetzung mit Filmen ohne grossen Aufwand auf ein deutlich besseres und zugleich einfacher handhabbares Niveau gehoben werden kann.

    - Die Webseite bietet auch einen filmgeschichtlichen Einblick und macht die kulturelle Vielfalt des Filmes deutlich. Die Schüler(innen) werden aufmerksam auf Filme, die sie nicht kennen und setzen idealerweise zu eigenen Recherchen zum Film an.

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Das Projekt bewegt sich im SAMR-Modell im Bereich "Augmentation": Online verfügbares audiovisuelles Material wird mit Fragen und Aufgaben versehen, welches ein orts- und zeitunabhängiges Bearbeiten ermöglicht.

     

    Und sonst?

    Für die Umsetzung braucht es eine professionelle Webseite, insbesondere einen eigenen Domain-Namen (bspw. www.filmsprache.zh.ch). Eine andere Möglichkeit wäre, die Webseite in eine Plattform (beispielsweise moodle) zu integrieren oder ein wiki zu erstellen, damit Schüler(innen) oder Lehrpersonen das Lernangebot interaktiv ergänzen können. Der Zugang erfolgt über ein Login mit Schul-Mailadressen.

  • filmanalyse-schule.ch

    Projektleitung: Manuel Vogelsang (Englisch, Filmanalyse) und Dominic Bretscher (Deutsch, ICT, Filmanalyse)
    Institution: Liceo Artistico
    Kontakt: dominic.bretscher@liceo.ch; manuel.vogelsand@liceo.ch

    Filme analysieren mit Hilfe der digitalen Lernplattform filmanalyse-schule.ch

    Beschreibung

    Kolleginnen und Kollegen greifen immer wieder gerne auf das Medium Film zurück. Die Deutschlehrerin unterbricht ihre Lektüre von Bölls Roman «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» mit dem berühmten Schlöndorff-Film aus den Siebzigerjahren; die Mathematiklehrerin zeigt im Rahmen ihrer Abschlussstunde den Film «A beautiful mind» von 2001; der Geschichtslehrer lässt seine Schülerinnen und Schüler die beiden Propaganda-Werke «Panzerkreuzer Potjemkin» von Sergej Eisenstein und Riefenstahls «Triumph des Willens» vergleichen.

    Obwohl das Medium Film in der Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler so präsent ist wie kaum je – dank Netflix, IGTV, Reels und TikTok –, wird es als Unterrichtsmittel nur selten ernstgenommen. Obschon die digitale Erlebniswelt der Jugendlichen in erster Linie eine der (bewegten) Bilder ist, finden an den hiesigen Gymnasien kaum fundierte Unterrichtssequenzen zu dem statt, was die Forschung «visual literacy» nennt. Dabei kann, wer sich mit Film auskennt und wer ihn als Analyseobjekt ernst nimmt, mit Fug und Recht behaupten: Ich sehe was, was du nicht siehst. Genau hier setzt unser Vorhaben an: Mithilfe von filmanalyse-schule.ch lässt die Geografielehrerin den Dokumentarfilm über die Ureinwohner des brasilianischen Regenwaldes kritisch hinterfragen.

     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Unsere digitale Filmanalyse-Plattform spricht Lehrpersonen aller Fächer an, die Filmmedien zum Gegenstand ihres Unterrichts machen wollen. Schliesslich ist Film längst zum unabdingbaren Gegenstand zeitgemässen Unterrichtens geworden. Kolleginnen und Kollegen, die von filmanalyseschule.ch Gebrauch machen, nutzen unser Angebot einerseits zur persönlichen Weiterbildung und denken mittels sorgfältig ausgesuchter Filmbeispiele darüber nach, wie der Film «gemacht» ist. Dies erlaubt ihnen, mit ihren Schülerinnen und Schülern später auf hohem Niveau in ihrem jeweiligen Fach über Film nachzudenken. Im Folgenden zwei Praxisbeispiele:

    1. Die Französischlehrerin möchte mit ihrer 5. Klasse den Film «Die fabelhafte Welt der Amélie» besprechen. Ihr sind bereits einige kinematographische Auffälligkeiten ins Auge gestochen: die speziellen Farben, die ungewöhnliche Kameraführung. Sie surft filmanalyse-schule.ch an. Dort findet sie die Kapitel «Farbe» bzw. «Kameraführung» und kann sich anhand praxiserprobter Unterrichtsbeispiele eine Lektion für den folgenden Tag zusammenstellen. Auf der Seite findet sie sorgfältig ausgesuchte Filmausschnitte in diversen Sprachen sowie die dazugehörigen theoretischen Hintergründe und Unterrichtsvorschläge. Sie entscheidet sich dafür, dass ihre Klasse sich ebenfalls in diese Filmparameter einarbeiten soll. Sie schickt ihr deshalb die Links zu den einschlägigen Filmausschnitten auf der Seite und zu den von uns zusammengestellten Arbeitsaufträgen, die die Schülerinnen auf die Amélie-Lektion als Hausaufgabe vorbereiten sollen. Die Schülerinnen und Schüler verfügen nun über ein erstes Wissen zu Farbe, das sie sich nun zusammen mit ihrer Lehrperson bei der Besprechung von Amélie zunutze machen können, um sich so beispielsweise zu überlegen, wie durch den Einsatz von Farbe ein ganz spezifisches Bild von Paris vermittelt wird.

    2. Der Geschichtslehrer möchte mit seinen Maturandinnen und Maturanden den Dokumentarfilm als historische Quelle behandeln. Im Sinne eines flipped classroom lässt er die BYOD-Klasse anhand unserer Übungen und Filmausschnitten dieses Thema selbständig erarbeiten. Im Unterschied zu Praxisbeispiel 1 eignen sich die Lernenden den Gegenstand also selber an. Anhand sorgfältig ausgewählter Beispiele verschiedener Arten des Dokumentarfilms und passender Arbeitsaufträge gelangen die Schülerinnen und Schüler selbstständig zu einem kritischen Verständnis von Filmdokumenten als Quelle, ohne dass der Geschichtslehrer die Filme für alle gleichzeitig projiziert und die Diskussion einem fixen Ablauf folgt, was dem kritischen Denken der Schülerinnen und Schüler förderlich ist. In beiden Fällen trägt unsere Seite demnach zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Fachinhalte bei.

    Wirkung

    Durch das vorliegende Projekt werden die Schüler:innen in der Filmanalyse geschult und werden so Filme in ihrer Machart bewusster wahrnehmen können. Die Lehrperson wird durch das bereitgestellte Material entlastet.

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Das Projekt kann im SAMR-Modell in den Bereich "Modification" eingeteilt werden.

     
     
  • Gamification

    Projektleitung: Robin Fürst (Deutsch)
    Institution: Kantonsschule Zürcher Unterland, Bülach
    Kontakt: robin.fuerst@kzu.ch

    Die SuS wählen aus einem vorgegebenen Bücherkatalog Werke aus und erarbeiten diese in einem SoL-Ansatz selbständig. Die Gamification-Architektur dient dazu, das Lernen interessanter und transparenter zu gestalten.

    Produkt

    Youtube-Kanalmit Erklärvideos für Interessierte (inkl. Materialien als Anhang beim 2. Video)

     Gamification

    Beschreibung

  • Lernprodukte statt Prüfungen

    Projektleitung: Anita Schuler, Aleksandra Tschudy, Andrea Dubach, Sandra Bischof, Gabriela Bachofner, Christina Frei und Simone Bilgery
    Institution: Bildungszentrum Zürichsee, Horgen
    Kontakt: Anita Schuler (anita.schuler@bzz.ch)

    Die Lernenden erstellen individuelle Lernprodukte mit direktem Bezug zur Lebenswelt und Arbeitspraxis. Manchmal wird aus den einzelnen Produkten sogar ein ganzes Gemeinschaftswerk. Das ist mehr, als es jede Prüfung vermag.

    Produkt

    Anita Schuler hat ihr Projekt abgeschlossen und als Erfahrungsbericht einen Podcast (17') erstellt: 

    Lernprodukt Bild


    Projektvorstellung im Video-Call vom 11.05.2021

    Beschreibung

    Die Lernenden schreiben in jedem Fach zahlreiche Prüfungen – die Termine sind bekannt, der Stoff klar abgegrenzt, die Prüfungsfragen für alle gleich und es gibt (meist) nur eine richtige Lösung. Und nach der Prüfung folgt die nächste, oft ist das bearbeitete Thema mit der Prüfung nicht nur abgeschlossen, sondern auch bald vergessen.  

    Dem sollen individuelle Lernprodukte entgegenwirken. Aufgrund einer Aufgabenstellung, die zwar für alle dieselbe ist, erstellen die Lernenden eigene, persönliche, individuelle Produkte. Ein Bewertungsraster gibt vor, welche Kriterien erfüllt werden müssen und anhand der Punkte ist zu erkennen, wie umfassend und/oder relevant ein Unterthema ist.  

     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Zu jedem Lernprodukt gehört ein klar umrissener Auftrag mit für alle gültigen Inhaltskriterien, der Art des Lernprodukts (was) und dem Bewertungsraster. Die Lehrperson gibt Inputs zu den Sach-/Fachthemen und stellt weitere Ressourcen zur Verfügung (bspw. Link zu Theorie und Übungen im Lehrmittel, Erklärfilme, Beispiele aus vorherigen Lernendenarbeiten o.ä.). Eine Kooperation mit anderen Lernenden ist ausdrücklich erlaubt im Sinne eines gegenseitigen Austausches, Unterstützung, Inspiration, Feedback etc., jedoch ist jedes Lernprodukt eine individuelle Arbeit. Die Unterrichtszeit ist für Inputs, Rückfragen, Austausch und Auftragsbearbeitung vorgesehen.

    Wirkung

    Dieses Projekt wirkt auf 3 Ebenen: Die Lernenden können ihre Kreativität genauso ausleben, wie sie den Auftrag und die Lerninhalte kritisch beleuchten sollen. Sie kommunizieren mit ihren Peers über deren Lösungsmöglichkeiten. Die Lehrpersonen werden motiviert, fächerübergreifende Projekte statt einzelne Prüfungen zu gestalten und so ganzheitlich und vernetzt zu lehren, agieren und denken. All dies wird bei der kommenden Bildungsreform der Kaufleute BiVo2022 gefordert. Dieses Projekt ist also eine Vorarbeit und ein Übungsplatz für die kommende Umwälzung in Lehre und Beruf.

     

    Dagstuhl-Modell

    Dieses Projekt lässt sich besonders gut ins Dagstuhl-Dreieck einordnen. Es berücksichtigt, wie das Lernthema gleich für die Berufswelt angewandt und umgesetzt werden kann. Dabei werden die in einem Betrieb üblichen Apps professionell und effizient genutzt. Ausserdem ist es zentral, dass die Lernenden trotz Einzelarbeit im Austausch mit ihrer Peergroup bleiben und so im Schulkontext leben, was die heutige Gesellschaft von ihnen fordert.  

     
  • Nachrichten-Journalismus und Digitalisierung

    Projektleitung: Eugenie Bopp (Deutsch) und Sabina Zimmermann (Deutsch)
    Institution: Kantonsschule Zürcher Oberland, Wetzikon
    Kontakt: eugenie.bopp@kzo.ch

    Ziel des Projekts „Informationsjournalismus und Digitalisierung“ ist, den Schülerinnen und Schülern den Wert professioneller Informationsmedien deutlich zu machen und ihre Medienkompetenz zu fördern durch Aufgabenstellungen, die eine vertiefte Analyse medial vermittelter Nachrichten verlangen.

    Projektvorstellung (1')

    Beschreibung

    Die Digitalisierung hat massive Auswirkungen auf unsere massenmediale Öffentlichkeit. Ein grosser Teil der Konsumenten und Konsumentinnen bezieht Informationen heute nicht mehr über Tageszeitungen oder Nachrichtensendungen, sondern über unterschiedliche Kanäle und Plattformen im Internet. Vor allem junge Menschen entscheiden sich für die attraktiven Angebote der Sozialen Medien, die neben Chancen auch Gefahren mit sich bringen. Ein grosser Teil der dort veröffentlichten „Nachrichten“ wird nicht durch professionelle Medienschaffende produziert, und die im Netz herrschende Aufmerksamkeitsökonomie führt zu Simplifikation, starker Personalisierung und Emotionalisierung der Informationen.

    Die Zahl der „News-Deprivierten“ nimmt rasant zu. Darunter versteht man solche Mediennutzer- und -nutzerinnen, die nur noch Nachrichten von meist minderer journalistischer Qualität über soziale Plattformen konsumieren und auch dies nur sporadisch. In der Schweiz bildete diese Gruppe im Jahr 2019 die Mehrheit. Bei den jungen Menschen gehören sogar 56% dazu (Qualität der Medien. Schweiz. Jahrbuch 2019, S.10). Im Hinblick auf den Erhalt einer funktionierenden Demokratie ist diese Entwicklung äusserst bedenklich. Da die Massenmedien die Funktion der Meinungsbildung im demokratischen Prozess einnehmen, braucht es für politische Entscheidungsprozesse eine vertiefte Medienkompetenz.

    Ziel des Projekts „Informationsjournalismus und Digitalisierung“ ist es deshalb, den Schülerinnen und Schülern den Wert professioneller Informationsmedien deutlich zu machen und ihre Medienkompetenz zu fördern durch Aufgabenstellungen, die eine vertiefte Analyse medial vermittelter Nachrichten verlangen.

    Die Unterrichtseinheit kann in den beiden letzten Schuljahren der gymnasialen Oberstufe vorrangig in den Fächern Deutsch, Geschichte, evtl. Geografie, in Klassenstunden oder im neuen Fach Informatik durchgeführt werden. Mindestens 15 Lektionen sollten für die Unterrichtseinheit angesetzt werden, bei einer Durchführung von Modul 4 erhöht sich die Anzahl der Lektionen entsprechend. 

     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Die Unterrichtsreihe „Informationsjournalismus und Digitalisierung“ umfasst mehrere Module, die je nach Möglichkeit eingesetzt werden können. Während im ersten Teil der Unterrichtsreihe (Module 1-3) unterschiedliche Lern- und Arbeitsformen vom Lehrervortrag bis hin zu anwendungsorientierten Aufgaben eingesetzt werden, ist die „Vertiefung Medienanalyse“ (Modul 4) als längere selbstständige Gruppenarbeit geplant.

    Die Module der Unterrichtsreihe im Überblick:

    1. Nachrichtenjournalismus – Einführung
    1. Digitalisierung der Medien: Überblick
    2. Medienanalyse zu einer aktuellen Mediendebatte (=ein inhaltlich und zeitlich eingrenzbares Thema, das von eigentlich allen Medien aufgegriffen wird)
    3. Vertiefung Medienanalyse

    Beispiele:

    A Die Schülerinnen und Schüler vergleichen zwei Medientools losgelöst von einer konkreten Debattenfrage und erstellen ausgehend von der Analyse der Nachrichten auf den gewählten Medien (z.B. TA online und Google-News) eine Beschreibung dieser Plattformen.

    B Der Trend zur Audiovisualisierung hat auch die Printmedien erfasst, auf deren Plattformen sich zunehmend Videos und Podcasts finden. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen und analysieren den quantitativen Einsatz dieser neuen Form von Nachrichtenjournalismus durch unterschiedliche Medien.

    Wirkung

    Im Bildungsbereich liegt der Fokus der Digitalisierung auf der Ausbildung der technischen Medienkompetenz. Inhaltliche Medienkompetenz wird dagegen oft vernachlässigt, ist aber im Hinblick auf die durch die Digitalisierung entstehenden Umbrüche und Veränderungen in unserer Gesellschaft ebenso wichtig.

    Die Unterrichtsreihe ermöglicht den Lehrpersonen die Behandlung einer gemäss Rahmenlehrplan für Maturitätsschulen fundamental wichtigen Kompetenz. Sie gibt ihnen Hilfestellungen in einem Bereich, zu dem in den Lehrmitteln häufig nur veraltete und/oder nicht stufengerechte Angebote zur Verfügung stehen. ​​​​​​​

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Das Projekt setzt die Anwendung/Nutzung der üblichen digitalen Hilfsmittel voraus: Textverarbeitung, Präsentation, Internetrecherche, Lernplattformen und bewegt sich somit im SAMR-Modell im Bereich der Substitution.

  • Nationalsozialismus-Holocaust

    Projektleitung: Fabian Probst (Deutsch) und Oliver Schlumpf (Deutsch, Philosophie)
    Institution: Kantonsschule Zürich Nord
    Kontakt: fabian.probst@kzn.ch

    Dieses Projekt erstellt ein digitales Lernangebot zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust, welches in thematische Module gegliedert ist. Jedes Modul enthält aufbereitete Lernunterlagen, Zielsetzungen, Aufgabenstellungen, Lösungen sowie einen didaktischen Kommentar. Das Lernangebot ermöglicht auch einen Gegenwartsbezug zu Themen wie Rechtsextremismus oder Anti-Rassismus-Strafnorm.

    Produkt

    Wenn das Produkt vorliegt, wird es hier publiziert.

     

    Beschreibung

  • Plagiatsaffäre Guttenberg

    Projektleitung: Fabian Probst (Deutsch) und Oliver Schlumpf (Deutsch, Philosophie)
    Institution: Kantonsschule Zürich Nord
    Kontakt: fabian.probst@kzn.ch

    Die digitale Lerneinheit „Plagiatsaffäre Guttenberg“ problematisiert in anschaulicher und attraktiver Weise die Frage des Plagiierens und seiner möglichen Konsequenzen. Sie geht von einem konkreten Plagiatsfall aus.

    Projektvorstellung (1')

     

    Beschreibung

    Jede Mittelschülerin, jeder Mittelschüler schreibt im Rahmen der Mittelschulausbildung eine Abschlussarbeit, welche wissenschaftliches Arbeiten und den korrekten Umgang mit Fachliteratur einfordert. Das korrekte Ausweisen von Informationsquellen und das Verbot des Plagiierens müssen im Rahmen von Abschlussarbeiten immer wieder thematisiert werden. In der Regel geschieht dies durch Wegleitungen oder im Gespräch mit der Betreuungsperson der Abschlussarbeit.

    Die digitale Lerneinheit „Plagiatsaffäre Guttenberg“ problematisiert in anschaulicher und attraktiver Weise die Frage des Plagiierens und seiner möglichen Konsequenzen. Sie geht von einem konkreten Plagiatsfall aus. Im Frühjahr 2011 musste sich der damalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu den Plagiatsvorwürfen seine Dissertation betreffend öffentlich stellen. Unter anderem führte der Deutsche Bundestag eine Aktuelle Stunde zu den Plagiatsvorwürfen durch, die live im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) übertragen wurde. Die Parlamentarier der verschiedenen Fraktionen äusserten sich in max. fünf-minütigen Reden zu den Plagiatsvorwürfen. Kurz danach verlor K-Th. zu Guttenberg seinen Doktortitel und seinen Ministerposten.

    Dieser Redewettbewerb, der sich im Kern um die Frage des Wissenschaftsethos, des Plagiierens und Betrügens im Wissenschaftsbetrieb dreht, ist ein Lehrstück in Sachen Plagiieren und Debattieren.

    Da die Redebeiträge der Aktuellen Stunde in einen veritablen Redewettbewerb mündeten, bietet es sich an, die Plagiatsdebatte im Deutschunterricht zu behandeln und dies nicht nur mit Blick auf die Plagiatsfrage, sondern auch mit Blick auf das wirkungsvolle öffentliche Reden und Debattieren (Rhetorik), was ein Fenster öffnet zur mündlichen Präsentation der angesprochenen Abschlussarbeit. Aus diesem Grund wird eine digitale Lerneinheit erstellt, die in doppelter Weise von Zürcher Mittelschullehrpersonen genutzt werden kann. Entweder als Einführung ins wissenschaftlich lautere Arbeiten und in die Plagiatsproblematik und/oder als Gegenstand einer Redeanalyse und der Reflexion des wirkungsvollen, öffentlichen Auftretens. Für beides bietet die „Plagiatsaffäre Guttenberg“ mustergültiges Material und beides kann in Beziehung zu den Maturitäts- und anderen Abschlussarbeiten an Mittelschulen gesetzt werden.

    Der Live-Mitschnitt der Aktuellen Stunde zur Affäre Guttenberg im deutschen Bundestag vom Februar 2011 ist auch heute noch im offiziellen Web-tv des deutschen Bundestages abrufbar (vgl. webtv.bundestag.de). Die Geschäftsordnung des deutschen Bundestages beschränkt die Redezeit in einer Aktuellen Stunde auf maximal fünf Minuten. Dies ist eine Länge, die ideal ist, um im Unterricht aufgegriffen zu werden.

    Lernmodul 1: Wird die Plagiatsaffäre Guttenberg mit Blick auf seinen thematischen Kern, dem lauteren und unlauteren wissenschaftlichen Arbeiten, im Unterricht genutzt, bieten die Redebeiträge eindrückliches Anschauungsmaterial zu folgenden Fragen: Was ist ein Plagiat? Warum ist ein Plagiat wissenschaftlich und moralisch problematisch? Wie lautet das Ethos der Wissenschaftlichkeit und worin liegt seine Bedeutung? Wie gehe ich in einer wissenschaftlichen Arbeit mit Informationen um, die nicht von mir stammen? Wie zitiere ich, wie verweise ich auf Literatur?

    Lernmodul 2: Wird die Aktuelle Stunde vom 23. Februar 2011 mit Blick auf die Rhetorik/Redeanalyse im Unterricht genutzt, bietet das spezifische Setting des ritualisierten öffentlichen Rede-Wettbewerbs einen attraktiven Untersuchungsgegenstand, der in seiner Dynamik und Dramatik etwas „Zeitloses“ hat. Bei der Affäre Guttenberg wurde der Redereigen von Thomas Oppermann von der SPD eröffnet, danach folgten Hans-Peter Friedrich (CDU/CSU), Jürgen Trittin (B90/GRÜNE), Stephan Thomae (FDP). Dietmar Bartsch (DIE LINKE) schloss die Fraktionsbeiträge ab. Danach trat der zuvor in „Wechselrede“ angegriffene und verteidigte Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CDU/CSU) ans Rednerpult und bildete den Schluss- und Höhepunkt des Redeagons. Rhetorische Untersuchungsfragen an die Redebeiträge lauten: Was sind verbale (inhaltliche), paraverbale (stimmliche) und nonverbale (körpersprachliche) Aspekte von Redebeiträgen. Was bedeutet es wirkungsvoll aufzutreten? Welche rhetorischen Mittel werden eingesetzt und wie sind diese zu beurteilen? Wie können die gemachten Beobachtungen für eigene Redeauftritte, z.B. die Präsentation der Abschlussarbeit, genutzt werden?


     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Da die Redebeiträge zur Plagiatsaffäre Guttenberg öffentlich greifbar sind und nicht länger als fünf Minuten dauern, steht das Material bereits aufgearbeitet zur Verfügung.

    Im Lernmodul 1 „wissenschaftliches Arbeiten“ werden Aufgaben zum audiovisuellen Material inkl. Infoboxen gestellt, die am Computer gelöst werden. Die Zielsetzungen betreffen die Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens, das Plagiatsverbot und dessen Begründung sowie Regeln und Übungen zum korrekten Umgang mit Literatur/Bildern/Grafiken («Quellen») im Wissenschaftsbetrieb.

    Im Lernmodul 2 „Redeanalyse und rhetorische Mittel“ werden die Redebeiträge mit Beobachtungs- und Analyseaufgaben versehen, die zu einem Verständnis zentraler verbaler, paraverbaler und nonverbaler Aspekte von Redeauftritten führen. Des Weiteren werden die Lernenden zu einem produktiven, performativen Umgang mit dem Gelernten aufgerufen, um die eigene Auftrittskompetenz zu üben, zu reflektieren und zu verbessern.

    Beide Lernmodule sind so gestaltet, dass sie entweder von den Lernenden in Eigenregie (SOL) absolviert werden können oder unter der Leitung bzw. in Begleitung der Lehrperson im Plenum behandelt werden.

    Wirkung

    Das Thema betrifft ein Kernanliegen jeder Mittelschulausbildung bzw. Abschlussarbeit: das Wissen um die Frage des lauteren und unlauteren wissenschaftlichen Arbeitens.

    Modul 1

    - Mit der Plagiatsaffäre Guttenberg Kernbegriffe des wissenschaftlichen Arbeitens (z.B. Quelle, bibliografieren, zitieren, plagiieren usw.) kennenlernen und deren Bedeutung im Wissenschaftsbetrieb und beim wissenschaftspropädeutischen Schreiben verstehen.

    - Mit dem GuttenPlag-Wiki, das massgeblich zur Überführung von Guttenbergs Betrügereien beigetragen hat, Formen des Plagiierens studieren.

    - Den korrekten Umgang mit fremden Quellen lernen (Wissen, nach welchen Regeln man zitiert, Literaturverweise macht, ein Verzeichnis erstellt).

    Modul 2

    - Mit den Reden der Aktuellen Stunde zur Affäre Guttenberg professionelle Redner studieren und die gewonnen Erkenntnisse für die eigene Redeauftritte nutzen.

    - Mit strukturierten Aufgaben das Bewusstsein schärfen für: Redeanlass, Publikum, Stand, Raumbezug, Blick, Hilfsmittel, Publikumskontakt, das Inhaltliche (verbale Aspekte), das Sprecherische (paraverbale Aspekte) und das Körpersprachliche (nonverbale Aspekte) sowie die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum.

    - Mit dem Rededokument Grundbegriffe der klassischen, antiken Rhetorik kennen und anwenden lernen (die drei Redegattungen, die Aufgaben des Redners, fünf Bearbeitungsphasen

    ...
  • Virtuelle Roboterwerkstatt

    Projektleitung: Adriana Mikolaskova und Raphael Kost
    Institution: MNG Rämibühl
    Kontakt: adriana.mikolaskova@mng.ch

    Ziel dieses Projekts ist die Konzeption und der Aufbau einer fachübergreifenden virtuellen Roboterwerkstatt.

    Beschreibung

    Wie kann sich ausgehend von einem technischen Interesse ein kreatives, poetisches, gestaltendes entwickeln - und umgekehrt: Wie können Schüler/innen über künstlerische und philosophische Fragestellungen  für die Auseinandersetzung mit der Programmierung und Technik begeistert werden? Die praktische Auseinandersetzung mit  Robotik, mit autonomen Maschinen, mit Maschinen, die mit Menschen oder mit ihresgleichen interagieren, führt die Schüler/innen an wichtige Fragen der Entwicklungen in der programmierten Umwelt heran, weckt die Neugier und Skepsis. Die Auseinandersetzung mit dem Bau von eigenen Robotern trägt zum Verständnis abstrakt kodierter, regelgeleiteter Prozesse und ihrer Auswirkung auf die physikalische Umwelt bei und somit auch zur entsprechenden Kritikfähigkeit. 

    Das Zusammenspiel der Möglichkeiten einer Maschine mit dem Verhalten von Menschen  bietet Ansatzpunkte nicht nur für Informatik, Physik (Programmierung, Elektronik, Mechanik)  und Bildnerisches Gestalten (Design), sondern auch für geisteswissenschaftliche Fächer (Deutsch, Philosophie, Psychologie) und insbesondere auch die darstellenden Künste (Theater). Eine Roboterwerkstatt im erweiterten Sinn bietet die Chance, MINT-Fächer mit der reflexiven Tradition der Geisteswissenschaften und der kreativen Potential der musischen Fächer zu verbinden.

    Die verschiedenen Akteure dieses Arbeitsbereiches sind  in Fachbereiche zersplittert und sollen entweder durch ihre tatsächliche Präsenz oder zumindest in einer virtuellen Roboterwerkstatt zusammengeführt und nebeneinander sichtbar werden. Sowohl die fachspezifischen Blicke als auch deren Unterschiede sollen für die Schüler/innen sichtbar bleiben.

    In der virtuellen Roboterwerkstatt werden sowohl programmiertechnische als auch Lernmaterialien aus dem Bereich der Elektrotechnik, philosophische Fragestellungen und künstlerisch-gestalterische Anregungen aufbewahrt.

    Mehrere Unterrichtsprojekte und Gefässe werden im Hinblick auf eine fachübergreifende Roboterwerkstatt, in der künstliche Wesen entwickelt und befragt werden, hin konzipiert, durchgeführt und dokumentiert.  Ein geeignetes Gefäss (Website, Cloud etc.) wird evaluiert und eingerichtet.

     

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Ausgehend von beispielhaften Aufgabenstellungen technischer oder performativer Art machen die Schülerinnen erste Erfahrungen mit der Thematik, der Technik und gestalterischen Fragestellungen. Sie erarbeiten sich mit Hilfe der Lehrpersonen das notwendige Programmier-Know-How und entwickeln ihre Roboter  in der Diskussion mit ihren Kolleginnen und Kollegen und den Lehrpersonen weiter. Insbesondere der spielerische Zugang, das gemeinsame Ausloten und Beobachten der Verhaltensweisen, spielt eine grosse Rolle. Das Unterrichsmodul folgt weitgehend den Prinzipien der agilen Didaktik. Konzepte, Hintergrundwissen und Fragestellungen werden von den Lehrpersonen gemäss den Interessen der Schüler/innen eingebracht.

    Wirkung

    Die Verbindung von empathischen Momenten und algorithmischem Denken schafft eine wichtige Grundlage für das Verständnis von sogenannt künstlichen Wesen. Trotz einfachster Technik vermag eine gewisse Autonomie und Bewegung den Eindruck der Lebendigkeit und charakteristische Verhaltensweisen zu erzeugen. Die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Sphären schafft ein vertieftes Verständnis für Mechanismen, die auch auf technisch weit komplexerer Ebene ablaufen.

     

    SAMR-Modell

    Erläuterung zum SAMR-Modell.

    Im SAMR-Modell kann dieses Projekt dem Bereich "Modification" zugeordnet werden, weil die Technik (konkret: das Programmieren) aktiv genutzt wird, um eine Neugestaltung von Aufgaben zu erzeugen, welche vorher so nicht möglich waren. In dem die oft funktional konnotierte Robotik in der Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen neu definiert wird, deckt das Projekt auch im Bereich der «Redefinition» einige Felder ab.

     
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