Projektleitung: Martin Rüegg und Beatrice Ledergerber
Institution: Bildungszentrum Limmattal
Kontakt: martin.rueegg@bzlt.ch

Mit dem Design Thinking-Ansatz die 4Ks entwickeln und bereit sein für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Design Thinking am Bildungszentrum Limmattal

Trailer

Beschreibung

Der Arbeitsmarkt der Zukunft stellt die künftigen und jetzigen Berufsleute vor neue Herausforderungen. Sie müssen in einem Arbeitsmarkt bestehen, von dem niemand weiss, wie sich dieser verändern bzw. wie dieser in der Zukunft aussehen wird. Der handlungskompetenzorientierte Unterricht, welcher von Schweizer Bildungsplänen gefordert wird, bedingt das Erlernen von überfachlichen Kompetenzen. Die sogenannten 4Ks nehmen bei den Soft Skills eine zentrale Rolle ein. Kommunikation, Kreativität, Kooperation und kritisches Denken sind bei Lernenden, Studierenden, Lehrpersonen und Dozenten für die geforderte Agilität im Arbeitsmarkt entscheidend. Um in einem Arbeitsmarkt bestehen zu können, welcher einem steten Wandel unterliegt, sind Problemlösungskompetenzen (welche die 4Ks beinhalten) unabdingbar und müssen deshalb in der Berufsausbildung geübt werden. Um diese zukunftsrelevanten Kompetenzen zu erlernen, zu fördern und zu trainieren sind neue pädagogische Zugänge und didaktische Möglichkeiten zur Förderung dieser bereitzustellen. Der integrative Design Ansatz hilft die geforderten Ausbildungsziele zu erreichen, indem mittels Design Thinking zukunftsorientierte Lösungen aus einer problematischen Situation heraus in Kooperation diskutiert und entwickelt werden.

Innovationspotential

Haptischen Elementen werden bei den schulischen Berufsausbildungen lediglich marginal Beachtung geschenkt, obwohl, wissenschaftlich belegt, grosses Potenzial bei der Anwendung des «Körperwissens» besteht. Zusätzlich lernen/üben die Lernenden/Studierenden beim integrativen Prozess folgende Fähigkeiten: Problemlösungskompetenz, Problemen mit Optimismus begegnen, Teamfähigkeit, Empathiefähigkeit, Vertrauen in die eigene Kreativität, wertschätzende Kommunikation, Respekt und Toleranz, selbstorganisiertes Arbeiten, Feedback geben und annehmen, Mut zum Scheitern und Lust am Experimentieren. Diese Fähigkeiten benötigen die Auszubildenden für eine erfolgsversprechende berufliche Zukunft. Der Design Ansatz soll in der Berufsausbildung (und Weiterbildung) verankert und dadurch eine veränderte (offene) Lernkultur entwickelt werden. Der Creative Space (Design Thinking Lab) ermöglicht und begünstigt einen fächer- und ausbildungsübergreifenden Austausch, um kreative Ideen/Lösungen zu entwickeln.

 

Didaktisch-methodisches Konzept

Die Berufslernenden am Bildungszentrum Limmattal absolvieren ihre Ausbildung nach dem Unterrichtskonzept n47e81 (zukünftig auch die Studierenden). Die Lernenden bearbeiten bzw. erarbeiten selbst-verantwortend in einem Learning Management System digital aufbereitete Lerninhalte. Ergänzend vertieft werden die erworbenen Kompetenzen bzw. das erworbene Wissen durch von Coaches (Lehrpersonen) angeleitete Workshops. Der Unterricht ist kompetenzorientiert konzipiert. Der Design Ansatz komplementiert respektive ergänzt das Unterrichtskonzept n47e8 ideal. Die Soft Skills (Kommunikation, Kollaboration, Kritisches Denken und Kooperation) können implizit und explizit trainiert werden. Die Lernenden/Studierenden müssen in einem kooperativen Prozess ihre Ideen/Meinungen entwickeln, begründen, überdenken und weiterentwickeln. Beim iterativen Prozess werden Lösungen zu einer problematischen Situation erarbeitet. Die problematische Ausgangslage hat einen starken Bezug zur Berufs- und Lebenswelt der Lernenden. Verschiedene Anspruchsgruppen sollen deshalb bei der Entwicklung bzw. Ausarbeitung der Situation(en)/Fragestellung(en) – bei einem Workshop - mitwirken (beispielsweise Lernende, Studierende, Lehrpersonen, Dozierende, Berufsbildner, Vertreter Stadt Dietikon usw.).

Der Design Ansatz wird auf drei Ebenen implementiert:

- Befähigung der Lehrpersonen/Dozenten, welche den Design Ansatz in die Alltagsmethodik transferieren
- passende Lerninhalte (Projekte) für Berufslernende und Studierende
- Rahmenbedingungen (Infrastruktur/Creative Spaces)

Wirkung

Die Berufslernenden/Studierenden sollen mithilfe des Design Thinkings die überfachlichen Kompetenzen Kommunikation, Kollaboration, Kritisches Denken und Kreativität erlangen und trainieren. Dafür müssen passende Lerninhalte (Projekte) kreiert und initiiert werden. Ausserdem wird die (neue) Lernkultur - befruchtet durch den Design Ansatz - im Unterrichtsalltag gelebt. Dies, indem den Kolleginnen und Kollegen der Transfer in ihr Lehren/Begleiten ermöglicht wird. Mit der Implementierung von kreativen Räumen inklusive passender Ausstattung kann die Motivation und Selbstwirksamkeit bei den Lernenden/Studierenden erhöht werden. Das Verwenden des bereitgestellten Materials macht Lösungen sichtbar, fassbar und schafft Diskussionspunkte. Die Lernenden/Studierenden erweitern - durch das Arbeiten mit den Händen - ihr Denken und Entwerfen. Dies fördert Kreativität und macht Spass. Durch das Arbeiten mit den Händen/Materialien werden Erfolgserlebnisse begünstigt.

 
Und sonst?

Hier ein Zeitungsartikel zum Projekt.

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  • This commment is unpublished.
    Glaus Christof · Vor 1 Monaten
    Sehr spannend. Professionelles Video. Informativer Zeitungsartikel. Persönlich finde ich die Zusammenarbeit mit der ETH auf der Theorieebene und mit konkreten Firmen auf der praktischen Ebene sehr gelungen.
    Interessiert wäre ich aber auch an den konkreten Ergebnissen. Welche Lösungen sind für welche Probleme formuliert worden? Das wird hier und im Zeitungstext nicht genannt.
    • This commment is unpublished.
      Christian Flury · Vor 1 Monaten
      @Glaus Christof Hallo Christof,
      Vermutlich hören die Autoren hier nicht mit. Fün konkrete Fragen kontaktiere doch die ganz oben auf dieser Seite angegeben Kontaktpersonen.
      Gruss ... Christian 
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