Projektleitung: Jonas Zimmermann, Silvan Haug und Nina Laely
Institution: Kantonsschule Uster
Kontakt: nina.laely@ksuster.ch

Ziel des Projektes ist es, eine digitale Unterrichtseinheit zum Thema Stadtgeografie zu erstellen, welche abgestimmt auf eine BYOD-Klasse ist und somit einen intensiven und sinnvollen Einsatz der digitalen Geräte und Programme sowie die fachliche Auseinandersetzung mit der Thematik ermöglicht.

Beschreibung

Zwei inhaltliche Schwerpunkte sollen dabei berücksichtigt werden. Einerseits sollen drei konkrete Städte vertieft betrachtet werden. Dabei werden ihre jeweilige historische Entwicklung, die gegenwärtigen Merkmale und raumbestimmenden Prozesse, sowie ihre zukünftigen Herausforderungen beleuchtet.

In der Stadttypisierung lassen sich drei sozioökonomische Stadttypen unterscheiden:

1) Die Stadt des informellen Wachstums

2) Die dynamisch wachsende Stadt

3) Die Stadt der Überalterung (mit abnehmender Dynamik)

Abgestimmt auf diese Typisierung wurden folgende Städte (oder städtische Räume) ausgewählt: Lagos (Nigeria), Perlflussdelta (China), Zürich.

Andererseits soll diese Zustands-Analyse ergänzt werden durch eine Betrachtung verschiedener Stadtentwicklungskonzepte für die Stadt der Zukunft. Die Unterrichtseinheit soll verschiedene theoretische Konzepte, stadtgeografisch relevante Prozesse und Begriffe anhand der drei Städte (Stadträume) aufgreifen und veranschaulichen. Somit dienen die Städte als Exempel.

 

Didaktisch-methodisches Konzept

Das Projekt ist modulartig aufgebaut, sodass die einzelnen Unterrichtsblöcke teilweise voneinander unabhängig und als ganze Unterrichtseinheit funktionieren. Es besteht aus einem Basismodul für die 4. Klasse des Kurzzeitgymnasiums (ca. 12 bis 16 Lektionen) und einem Vertiefungsmodul für die 6. Klasse im Ergänzungsfach (ca. 9-12 Lektionen). Das Vertiefungsmodul

ermöglicht eine ausführliche Auseinandersetzung mit Modellen und Konzepten der Stadtentwicklung und soll somit die Inhalte des Grundlagenfaches zu ergänzen.

Folgende Fachinhalte werden in der Unterrichtseinheit behandelt und anhand der in Klammer beschriebenen digitalen Methode bearbeitet:

Basismodul (4. Klasse)

1) Die Stadt des informellen Wachstums: Lagos (Nigeria)

o Megacities (Arcgis: interaktive Karte zu den Megastädten der Erde)

o Push-Pull-Modell

o Informeller Sektor

o Slumbildung und Marginalisierung (google earth)

o Segregationsprozesse (google earth)

2) Die dynamisch wachsende Stadt: Perlflussdelta (China) (google earth)

o Städtewachstum und die Herausbildung von urban villages

o Die Bedeutung von Standortfaktoren

o Wirtschaftsöffnung und –förderung in China: Sonderwirtschaftszonen und Sonderverwaltungszonen

und deren Einfluss auf die architektonische Stadtstruktur

o Bedeutung von Schlüsselindustrien

o Binnenmigration & Wanderarbeiter

3) Die Stadt der Überalterung (mit abnehmender Dynamik)

o Kulturgenetische Stadttypen: Zürich als europäische Stadt im Vergleich zu usamerikanischen

Städten (Google street view ermöglicht den virtuellen Besuch

und das Erkennen von räumlichen Mustern)

o Siedlungs- und Agglomerationsentwicklung in Zürich (www.swisstopo.ch >

Siedlungsentwicklung im Zeitraffer, www.statistik.zh.ch > Stadt- und Gemeindeentwicklung,

Atlas der Schweiz)

o Gentrifizierung am Beispiel ZH

o Industriebrachen und ihre Umnutzung, aktuelle Grossprojekte

o Stadtexkursion ZH (App Actionbound)

o Städte im Vergleich: Zürich und Bern: Virtuelle Stadtexkursion Bern (google

earth, Powerpoint)

4) Die Stadt der Zukunft – Modelle und Konzepte

o Zürich auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft

o Smart Cities mit dem Schwerpunkt Verkehrskonzepte und –innovationen

o Agro City – die Stadt für Afrika (Al Imfeld): Kurzübersicht

Vertiefungsmodul (6.Klasse):

1) Die Stadt der Zukunft – Modelle und Konzepte

o Zürich auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft

o Smart Cities mit dem Schwerpunkt Verkehrskonzepte und –innovationen

o Agro City – die Stadt für Afrika (Al Imfeld)

Es wird bewusst auf eine Vielzahl von Methoden zurückgegriffen. So sollen Kartenanwendungen aus dem Internet, der Einsatz von Apps auf dem Mobiltelefon, Internetseiten und Basisprogramme des Office-Paketes die Methodenvielfalt und -kompetenz der SuS fördern.

 

Wirkung

1. Der Einsatz von digitalen Medien/Geräten wird gefördert: In der Kantonsschule Uster wird ab der 3. Klassenstufe im Frühlingssemester BYOD vorausgesetzt.

2. Alle Taxonomiestufen (Bloom) werden geschult:

o Fachliche und methodische Grundlagen werden vermittelt und die geografische Methodenkompetenz wird gestärkt: Kartenbearbeitung, Luftbildanalyse, Statistiken auswerten und beurteilen, Orientierung im Raum, etc.

o Geografische Arbeitsmaterialien werden fachlich fundiert analysiert und interpretiert, Sachverhalte geordnet und dargestellt.

o Sachverhalte werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und beurteilt.

o Die Entwicklung eigener Ideen und Vorschläge basierend auf fachlichem Know-How (erforschendes Lernen) wird gefördert.

o Kritische Auseinandersetzung mit Inhalten aus dem Internet wird ermöglicht und so Chancen und Gefahren dieses Mediums aufgedeckt.

3. Neue kooperative Lernformen werden ermöglicht (durch den Austausch über Plattformen wie Onenote/Teams wird Lernen von- und miteinander gefördert).

4. Dem individuellen Lernfortschritt kann besser Rechnung getragen werden.

5. Das kreative Potenzial der SuS wird gefördert (die komplexen (geografischen) Herausforderungen der Gegenwart erfordern kreative Lösungswege).

6. Die Motivation der SuS kann gesteigert werden durch die exemplarische Auswahl von Städten, die methodische Vielfalt und den Aktualitätsbezug der Unterrichtsinhalte. Die Beteiligung der SuS wird somit erhöht.

7. Die Unterrichtsmaterialien sind räumlich und zeitlich unbegrenzt verfügbar und im gesamten Unterrichtsraum für alle in der gleichen Qualität vorhanden (kein Nachteil durch hinten sitzen).

8. Die Unterrichtseinheit hat Aktualitätsbezug und arbeitet mit brandaktuellen Daten/Grundlagen.

9. Der Bezug zum lokalen Raum und zum Umgebungsraum der SuS ist gegeben (Stadt Zürich und Agglomerationsentwicklung à somit auch für andere Kantonsschulen interessant).

 

SAMR-Modell

Erläuterung zum SAMR-Modell.

Das Projekt kann im SAMR-Modell im Bereich Augmentation angesiedelt werden, da die digitale Umgebung funktionale Verbesserungen bietet.

 

Und sonst?

- Gängige Geräte (Laptop, Tablet mit Stift, Handy) mit den für die jeweilige Einheit erforderlichen

Programmen und Apps

- Onenote/Teams à Ablagemöglichkeit der Schule

- Internetzugang / WLAN

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